PatientIn „Johan“ | 15. März 2021

Sehr geehrte Herr Doktoren,

ich leide seit 7 Monaten an einem immer mal wieder auftretenden leichten Kribbeln in den Füßen. Dies fühlt sich sich allerdings anders als das Kribbeln beim "klassischen Einschlafen" an. Dabei ist der linke Fuß stärker betroffen. Auch schmerzt dieser beim gehen, vor allem nach dem Aufstehen und knackst häufig. Manchmal fühlt sich das linke Bein auch generell verspannter an. Weiterhin scheint es so, dass er schneller einschläft in bestimmten Positionen oder wenn ich auf einer harten Fläche sitze. Wenn ich mich ruhig hinlege, verschwinden die Symptome oder verringern sich stark. Am Morgen im Bett sind sie meist nicht da oder schwach ausgeprägt wenn ich meine Beine anspanne. Der rechte Fuß ist viel seltener.

Seit einigen Wochen spüre ich zudem leichte Kopfschmerzen (meist ein leichter Druck am Hinterkopf) und öfters ein leichtes Schwindelgefühl und Übelkeit. Oft tritt dies bei schnellen Bewegungen auf und an der frischen Luft scheint es besser zu werden. Weiterhin fühle ich mich tagsüber, v.a. nachmittags häufiger müde. Nachts allerdings kaum noch bis nicht mehr.

Ich war deshalb bereits beim Neurologen, wo MRT (HWS und Kopf), VEP und Blut untersucht wurden ohne Befunde. Allerdings hatte ich damals nicht die die Symptome am Kopf bzw. die Übelkeit.

Zu den Fragen:

1. Sollte ich nochmals zum Neurologen? Was könnte dahinterliegen?
2. und wie wie normal ist eigentlich das leichte kribbeln? Ich bin mir mittlerweile nicht mehr bewusst, ob ich zu sehr in mich hineinhöre: Also ob ich normale Körpersignale als krankhaft warnehme oder nicht.

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Deine Frage beantwortet

Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|16. März 2021

Sehr geehrter Johan,

Ihre Symptome klingen nicht nach einer MS und betreffen ganz unterschiedliche Bereiche des Nervensystems. Sofern die Ursache nicht zugeordnet werden konnte, bedarf es einer näheren neurologischen Abklärung. Üblicherweise hat man kein Kribbeln im Bereich der Füße. Was aber differentialdiagnostisch zugrunde liegt, kann aus der Ferne ohne weitere Untersuchungen nicht bestimmt werden. Eine klinische Beurteilung und NLG sollte erfolgen.

Mit freundlichen Grüßen 


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