Z
Hallo Experten
Ich leide derzeit schubbedingt an einer schweren spastischen Parase der Beine, wobei die Spastik eindeutig im Vordergrund steht wie die Lähmung. Habe aber unabhängig davon, schon seit Jahren eine Gangstörung (spastische Lähmung), war bisher am Rollator mobil.
Bin derzeit auf dem Rollstuhl angewiesen, Stehen (nur gebeugt und Transfer klappt noch.
Es findet demnächst eine stationäre Reha statt.
Wie wird meine Behandlung aussehen? Habe nur Herde im Kopf, daher sind denke ich die Optionen relativ gering.
Eine Physiotherapie ist nicht machbar, da der Muskeltonus zu hoch ist.
Eine medikamentöse Behandlung auch schlecht, da ich sicherlich eine hohe Dosis benötigen würde, dies wiederum mit erheblichen Nebenwirkungen zu rechnen wäre.
Eine Botox-Behandlung wäre am Besten (evtl auf On Off Label Krankenkasse). Parallel hierzu Physiotherapie. Könnte ich damit bei der Krankenkasse durchsetzen?
Befinde mich noch auf Kurzzeitpflege bis zum Rehaantritt.
Wie hoch sind überhaupt meine Chancen, wieder nach Hause zurück kehren zu können? Oder muss ich damit rechnen, für immer in Pflegeheim leben zu müssen? Einen Rollstuhl für die Wohnung ist vorhanden.
MFG
Deine Frage beantwortet
Sehr geehrte/r Z.,
nun, man sollte eine antispastische Behandlung auf jeden Fall versuchen. Sie können derzeit nicht im Vorfeld die Nebenwirkungen der Behandlung abschätzen. Nur aus Sorge, dass "erhebliche Nebenwirkungen" auftreten, sollten Sie nicht diese Option verpassen. Oft ist die Kombination aus den verfügbaren Therapien die richtige. Es gibt zudem ja keine Alternative, es sei denn, Sie finden sich damit ab, den Rest Ihres Lebens im Bett zu verbringen. Das kann es ganz sicher nicht sein. Schritt für Schritt muss man die Optionen austesten. Auch eine Pumpe im Spinalkanal wäre eine Option. Die off-label use Behandlung werden Sie nicht bei den Kassen durchbekommen. Dies gelingt nur sehr selten und nur, wenn man nachweist, dass alle anderen Verfahren nicht geholfen haben.
Mit freundlichen Grüßen
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