PatientIn „Sandra“ | 12. März 2024

Sehr geehrte Doktoren

Aufgrund anfänglicher Sehschwäche und kribbeln/Schwäche/Gefühlslose Areale alle links besonders im Arm, wurde ich ins MRT geschickt, dort fand man viele kleine nicht aktive Lässionen. Gemäss MRT Bericht:

multiple kleine supratentorielle Marklagerläsionen beidseits, davon vereinzelte periventrikulär und juxtakortikal.

MRT Wirbelsäule unauffällig
Liquorbefund unauffällig

Mein Neurologe stellt so die Diagnose MS
Dies aufgrund meiner Krankengeschichte/Arztberichte der letzten 10 Jahre.
Vor 10 Jahren hatte ich Schlucksperren weshalb ich mich dem Gastrointerologen vorstellte. Die vermutete Ösophagitis konnte nicht bestätigt werden und ich hatte nach rund 2-3 Monaten immer mal wieder Sperren seither nichts mehr.

Vor rund 4 Jahren wurde ich zum Rheumatologen geschickt da sehr starke schwäche im rechten Arm und Bewegungsschmerzen in den Fingern. Es wurde nicht gefunden auch Lupus ausgeschlossen. Auch das ging wieder weg und hatte ich nie mehr bis jetzt vor wenigen Wochen.

Er wertet dies als 2 unerkannte Schübe und jetzt den 3ten.

Macht diese Diagnose Sinn?
Ich bin Ende 40 und habe keine Behinderung/Einschränkung davon getragen.

Er sagt er würde therapieren überlässt aber mir die Entscheidung.

Ich danke Ihnen

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Deine Frage beantwortet

Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|13. März 2024

Sehr geehrte Sandra,

ja sicher macht Ihre Geschichte Sinn. Die Probleme mit dem Schlucken haben nur nichts mit der MS zu tun. Möglicherweise war die Schwäche im rechten Arm Folge eines MS-Schubes. Führen Sie denn keine Behandlung durch ? Heute wird bereits der Verdacht auf eine MS, also wenn noch gar nicht die Diagnose sicher gestellt werden kann, eine Behandlung empfohlen. Mich würde es nicht wundern, wenn in einem aktuellen MRT deutlich mehr MS-Läsionen nachweisbar sind. Das Sie keine Ausfälle haben, ist trügerisch und entspricht vermutlich nicht dem wahren Geschehen. Die MS ist eine chron. entzündliche Erkrankung, die fortschreitet, mal mehr und mal weniger. Aber sie schreitet fort und hinterläßt Narben, die an Anzahl zunehmen. Genau deshalb sollte man eine Behandlung durchführen. Lassen Sie erneut Untersuchungen durchführen und vergleichen Sie die Befunde mit früher. So werden Sie selbst schnell die Antwort finden, ob oder ob nicht eine Behandlung erfolgen sollte.

Mit freundlichen Grüßen

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