PatientIn „Hannah“ | 03. Nov. 2022

Hallo,
Vor 3 Monaten bin ich aufgrund von massiven Gangstörungen ( könnte nicht mehr gerade aus laufen und musste mich an Wänden festhalten.) ins Krankenhaus gefahren. Daraufhin wurde ein MRT veranlasst, wo Multiple hypertense juxtakortikale Marklagerläsionen bds von einer max größe von 3 mm und 6 benachtbarte Marklagerläsionen auch mit einer Max von 3 mm festgestellt wurden.
Der Neuroradiologe meinte, das man an einer MS denken muss.
Sep war leicht verzögert auf der linken Seite.
BB alles in Normbereich, kein Diabetes oder Migräne.

Jetzt leide ich an massiven Gedächtsstörungen und Konzentrationsstörungen. Zu dem habe ich noch eine Kraftlosigkeit im linken Bein
Schub?

Ich habe für mich entscheiden einen Kurs zu wiederholen. (Auszubildende zur Gesundheits-. und Krankenpflegerin 3.Lehrjahr)

Mein Neuro meinte, es sieht schon nach einer MS aus, aber kann mir die Diagnose nicht stellen, weil eine Lokalisation im Gehirn fehlt.

Soll ich mir lieber eine Zweitmeinung einholen?

Vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage.

Mit freundlichen Grüßen

Hannah 🙂

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Deine Frage beantwortet

Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|04. Nov. 2022

Sehr geehrte Hannah,

liegen multiple Läsionen im Gehirn vor, die typisch für eine MS sind, so muss eine neurologische Abklärung erfolgen. Diese beinhaltet eine ausführliche Anamnese bzgl. früherer neurologische Defizite, elektrophysiologischer Untersuchungen und beinhaltet auch eine Liquorpunktion, um andere entzündliche Erkrankungen ausschließen zu können. Die MRT-Untersuchungen müssen mit HWS und BWS erweitert werden. Die pathologischen SEP passen zu den Ausfällen am Bein. Ursächlich könne auch ein spinaler Herd zugrunde liegen, wenn im Gehirn keine Läsion passt. Ein mit MS erfahrener Facharzt sollte Sie dann bzgl. einer Behandlung beraten.
Meines Erachtens sollten Sie sich in einer neurologischen Klinik vorstellen, um zeitnah die nötigen Untersuchungen durchführen zu lassen und eine Klärung der Diagnose rasch zu schaffen.

Mit freundlichen Grüßen

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