PatientIn „Carsten_54“ | 16. Nov. 2021

Hallo liebe Experten,

ich leide seit einigen Wochen an einer Sehstörung und habe bereits alle augenärztlichen und neurologischen Untersuchungen durch, eine MS wurde dabei ausgeschlossen.

Dennoch hoffe ich, dass es kein Problem ist, wenn ich hier eine Frage stelle.

Die Sehstörung wurde mit 3x 1000mg Cortison behandelt. Bereits nach dem ersten Tag merkte ich eine Verbesserung und nach den drei vollen Tagen hatte ich auf dem betroffenen Auge wieder eine Sehleistung von etwa 80-90%.

Soweit so gut. Etwa zweieinhalb Wochen nach der Cortisontherapie wurde meine Sicht über Nacht plötzlich wieder schlechter. Es ist zwar etwas besser als vor der Therapie, aber ich erkenne wieder einen großen Unterschied in der Sehschärfe der beiden Augen.

Die vermutete Diagnose war eine Sehnerventzündung, allerdings konnte weder eine Ursache gefunden, noch die Diagnose sicher bestätigt werden.

Wie ist hier jetzt das beste Vorgehen? Muss ggf. eine erneute Stoßtherapie erfolgen oder heilt die Sehstörung normalerweise langfristig von alleine aus? Ist es üblich, dass es nach einer Verbesserung durch Cortison wenig später wieder zu einer Verschlechterung kommt?

Oder gibt es ggf. auch mögliche Gründe, die in den Augen liegen, sodass die Einholung einer augenärztlichen Zweitmeinung sinnvoll sein könnte?

Danke schonmal!

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Deine Frage beantwortet

Carsten Sievers
Neurologe|16. Nov. 2021

Hallo Carsten_54,

eine Sehennerventzündung ist ein Notfall, der rasches Handeln und Therapie erfordert, weil bleibende Sehstörungen entstehen können. Sie sollten die erneute Verschlechterung also unmittelbar ihren Ärzten melden, damit diese entscheiden können ob erneut therapiert wird und ob/welche diagnostischen Schritte sinnvoll sind. Neurologen werden ggf. auch Ophthalmologen hinzuziehen. Die Verschlechterung kommt sicher nicht durch sondern trotz der Therapie.

MfG

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