Verlaufskontrolle
Liebes Expertenteam,
ich bin ein recht frischer MS-Patient und habe auch schon mit einer verlaufsmodifizierenden Therapie begonnen. Als Neuling stellen sich mir aber ein paar Fragen zu den typischen Terminen beim Neurologen:
Wie sollten gute Kontrolluntersuchungen aussehen? Einmal jährlich ein MRT ist ja eine typische Empfehlung. Wie sieht es mit den evozierten Potentialen aus? Sollten diese auch einmal jährlich gemessen werden oder nur bei veränderten Symptomen?
Sollten auch kognitive Tests etc. durchgeführt werden? Ich habe bisher nur davon gelesen, dass es so etwas theoretisch gibt, weiß aber gar nicht ob/wann das sinnvoll ist bzw. ob das überhaupt zum Standardprogramm gehört oder nur bei klinischen Studien zum Einsatz kommt.
Schon einmal vielen Dank für die Antwort.
Deine Frage beantwortet
Sehr geehrte Steffi,
MRT-Untersuchungen sollten Anfangs häufiger (halbjährlich bis jährlich) und später bei stabilen Verlauf, wenn man erkennt, dass die Behandlung anschlägt, seltener durchgeführt werden. Zwischendurch kann und sollte man immer wieder mal klinische Verlaufsuntersuchungen durchführen. Der Facharzt entscheidet dann, ob zusätzlich elektrophysiologische Untersuchungen sinnvoll und notwendig sind. Kognitive Störungen sind zu Beginn der Erkrankung nicht zu erwarten. Tests würde man erst dann machen, wenn der Patienten über solche klagt. Sie sollten enge Rück- und Absprache mit Ihrer/m Fachärztin/arzt halten, die/der Sie im Verlauf der Erkrankung immer wieder beraten wird. Sie werden noch viele ganz unterschiedliche Fragen haben. Unser Forum soll Sie dabei auch unterstützen, besser mit Ihrer Erkrankung klar zu kommen und ein möglichst ganz normales Leben ohne Einschränkungen führen zu können.
Mit freundlichen Grüßen
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