PatientIn „Tom“ | 10. Apr. 2023

Da in meinem Kopf hahnenkammartige Gliosen festgestellt wurden.
Machte man weitere Untersuchungen: VEP, MEP,... MRT von BWS HWS und sogar die LP.
Alle Untersuchungen waren unauffällig.
Allerdings leide ich schon ewig an Spastiken in den Armen und Beinen: Hohe Muskelspannung in den Waden und Oberarmen, die sehr schmerzhaft sind und bis in die Finger/ Füße ziehen.
Hinzukommt ein unsicherer Gang und mein Augenarzt sprach von ausgehöhlten Sehnerv (keine Entzündung).
Da ich keine Schübe kenne, steht nun der Verdacht PPMS im Raum.
Wie wahrscheinlich ist das denn, wenn die LP negativ ist?
Ich habe große Angst, da ich auch erst 33 bin

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Deine Frage beantwortet

Carsten Sievers
Neurologe|10. Apr. 2023

Hallo Tom,

tatsächlich müssen einige Zweifel an der Verdachtsdiagnose bestehen, deswegen wurde sie wohl auch als Verdacht und nicht als gesichert formuliert. Das stärkste Argument gegen eine MS ist der negative Liquorbefund. Der Verdacht beruht auf der Kombination von MRT, Spastik und dem Fehlen einer anderen Diagnosen. DIe Diagnose einer PPMS nach den McDonaldkriterien fordert eine über mindestens ein Jahr zunehmende klinische Symptomatik, räumlich disseminierte MRT-Läsionen und einen positiven Liquorbefund. Demnach haben sie keine PPMS.

MfG


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