PatientIn „Mini“ | 26. Juni 2023

Liebes Expertenratteam,

Ich habe mich da jetzt noch etwas mit der Thematik Amplitude im VEP auseinandergesetzt.

Ich denke verstanden zu haben, dass eine Differenz im Seitenvergleich >50% als pathologisch zu Werten ist. Das habe ich keinesfalls.

Aber ist es überhaupt sinnvoll die Werte der Amplituden von 2 verschiedenen Untersuchungen (mehrere Wochen auseinanderliegend) zu vergleichen?

In meinem Fall ist die Latenz zwischen erster und zweiter Untersuchung nahezu unverändert (sogar minimal besser), die Amplitudenwerte allerdings etwas schlechter (heutige Untersuchung 11,2 bzw. 13,3; erste Untersuchung 15,3 bzw. 14,1 jeweils OD)

Zu erklären lt. Augenarzt wegen dem nun vollständig abgeschwollenem Papillenödem und der damit verbundenen Vernarbung des Sehnervs, er hat mir aber nicht beantwortet ob ich mit dieser Verschlechterung beim Neurologen vorstellig werden soll.

Die Werte sind aller alle "innerhalb der Norm", angesprochen wurde eben nur, dass die Amplitude im Vergleich zur letzten Untersuchung jetzt weniger ist.

Danke für Ihre Antwort! Lg

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Deine Frage beantwortet

Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|27. Juni 2023

Sehr geehrte MIni,

Sie haben recht, erst eine Differenz von mehr als 50 % ist pathologisch. Das bestätigt auch das von mir bereits besagte. Die Varianz von Normalbefunden ist sehr groß. Kleine Veränderungen haben keine Konsequenz. Ein Papillenödem kann gut eine leicht red. Amplitude erklären. Zum Neurologen müssen Sie , wenn Sie Visusstörungen haben, die ggf. auf einen Schub = RBN hindeuten.

Mit freundlichen Grüßen

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