PatientIn „Marion“ | 16. Dez. 2023

Hallo an die Experten,
mir erschließt sich das alles nicht , was war der Schub?
1. Hatte Neuritis Vestabularis
2. Gürtelrose am Trigeminusvnerv
3 .Olikolare Banden im Liquor
KIS
4.Kribbeln in beiden Füßen , ist das typisch dachte eher es sei einseitig ?

5.Halbes Jahr später ein MS typischer Herd
6. Alles unverändert seit einem Jahr

Ist es sinnvoll jetzt mit Tecfidera anzufangen ? Greift man da stark ins System ein , habe große Angst vor PLM und Gürtelrose.
Warum ist das Medikament so teuer?Muss ich es ein Leben nehmen ?Man hört auch das Neurolgen schnell dabei sind mit Medikamenten.Wo bekommt man noch eine unabhängige Meinung?
Danke nochmal für die Beantwortung
Alles Gute und schöne Feiertage.
Liebe Grüße
Marion

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Deine Frage beantwortet

Carsten Sievers
Neurologe|17. Dez. 2023

Hallo Marion,

ich weiß natürlich nicht ob sie einen Schub hatten oder nicht, vielleicht hatten sie eine zentral vestibuläre Störung als Schub, typische oligoklonale Banden werden mit einem Schub prominent, Gürtelrose hat nichts mit MS zu tun. Die weltweit gültigen Leitlinien unabhängiger Neurologen empfehlen die sofortige Behandlung einer MS, da spielen Einzelmeinungen keine Rolle. Unabhägige Fakten und Meinungen bekommt man zB bei der KKNMS oder Selbsthilfeorganisationen, aber auch von vielen niedergelassenen Neurologen Die Preise von Medikamenten werden durch die legitime Gewinnerzielungsabsicht, Entwicklungs-und Herstellungskosten der Hersteller, Regulative der Gesundheitssysteme durch die Politik und die Märkte bestimmt. Die Dauertherapien der MS sollen sehr lange, meist aber nicht lebenslang duchgeführt werden. Zu einzelnen verschreinungspflichtigen Medikamenten können wir hier nicht Stellung nehmen. Socialmediaabhängige Meinungsbildung sollte den Blick auf die Fakten nicht trüben, das kann selbstschädigend sein. Angst mit dysfunktionalen Folgen ist behandelbar.

MfG

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