PatientIn „Ruth“ | 14. Jan. 2024

Guten Tag,
Es wurde durch VEP eine SNE gemessen und im MRT eine fragliche Sinalanhebung festgestellt.
Gibt es dann noch Zweifel an der SNE oder ist sie sehr realistisch?

Herzlichen Dank,

Ruth

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Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|04. Feb. 2024

Sehr geehrte Ruth,

die VEP-Untersuchung ist eine sehr empfindliche Methode, die Sehbahn messtechnisch zu untersuchen. Sofern keine andere plausible Ursache zu finden ist (z.B. augenärtzlicher Befund) und die Klinik mit milchglasigem Sehen dazu paßt, ist die Wahrscheinlichkeit einer SNE oder RBN (Retrobulbaerneuritis) eher wahrscheinlich. Wenn dann noch ein MRT dazu passt, nun dann sollte man von einer SNE ausgehen. Es ist dann zu prüfen, ob noch an anderen Stellen des ZNS Auffälligkeiten zu sehen sind und ob andere neurologische Ausfälle bestehen (MRT HWS und BWS, SEP, MEP). Auch eine Liquorpunktion gehört zur Abklärung dazu. Die Diagnose einer MS kann allein aufgrund einer RBN noch nicht gestellt werden.

Mit freundlichen Grüßen

PatientIn „Ruth“ | 15. Jan. 2024

Vielen Dank für deine ihre Einschätzung.
Die MS ist seit Jahrzehnten bei mir bestätigt.
Es wäre nach 5 Jahren wieder mal ein Schub. Bewegungsschmerz und der „milchige“ Blick ist auch da.
Ich war durch das fraglich etwas verwirrt.

Mit freundlichen Grüßen,

Ruth

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Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|04. Feb. 2024

Sehr geehrte Ruth,

Sorry, aber ich habe Ihre Nachfrage jetzt erst gesehen.
Eine bekannte MS-Erkrankung ist natürlich eine wichtige Information, die man bei Fragen in diesem Forum erwähnen sollte. Ihre Symptome pasen natürlich gut zu einer RBN. Allgemein sollte man jeden Schub zum Anlass nehmen, die Aktivität der MS und die Therapie der MS zu prüfen.

Mit freundlichen Grüßen

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