PatientIn „Rüdiger“ | 24. Dez. 2022

Sehr geehrter Herr Dr. Schneider, ich hätte eine Technische Frage. Ein SEP wenn ich es richtig verstanden habe, wird auch eingesetzt um Läsionen im Rückenmark zu erkennen. Ist dies richtig oder kann dort trotz Läsion alles normal sein? Ich stelle mir es so vor, das wenn eine Schädigung vorliegen würde, der Strom verzögert ankommen würde? Hintergrund der Frage ist, dass bei mir zunächst eine fragliche Läsion entdeckt wurde, dass SEP war normal, Liqour auch, Eiweiß etwas über der Norm. In 2 Folge MRT konnten diese nicht mehr entdeckt werden, weshalb diese nun als Artefakte gewertet wurden, zumal diese nur aus der Queransicht sichtbar waren und nicht langs. Der Radiologe meinte, dass eine Läsion eigentlich immer von 2 Seiten sichtbar sein soll und er daher im ersten Befund, diese als Suspekt bezeichnet hat. Weiter erklärte er mir, dass Myelon, ist gerade durch Puls, Atmung, Bewegung usw gerne auch einmal Artefakt anfällig. Vielen Dank und frohe Weihnachten

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Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|25. Dez. 2022

Sehr geehrter Rüdiger,

mit den SEP kann man die Funktion der sensiblen Leitungsbahnen prüfen. Liegt eine frische Läsion vor, so kommt es zunächst zu einem Ausfall oder einer deutlichen Amplitudenminderung. Im Verlauf nach den Reparationsvorgängen ändert sich der Befund hin zu einer Leitungsverzögerung und bedingt zu einer Erholung der Amplitude. Da das Rückenmark nicht nur aus sensiblen Bahnen besteht, kann auch ein MS-Herd im Bereich der motorischen Bahnen vorliegen und so die SEP normal sein. Lagen überhaupt neurologische Ausfälle vor ? Da aber nun wiederholte MRT´s in Ordnung waren gibt es aus meiner Sicht überhaupt keinen Grund sich Sorgen zu machen. Spinale MRT´s sind immer schwierig zu verwerten, da Bewegungsartefakte oft bestehen und die Auflösung nicht ausreicht.

Mit freundlichen Grüßen

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