PatientIn „E.S.“ | 10. Feb. 2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe vor 30 Jahren die Diagnose MS mit einem schubförmigen Verlauf bekommen. Ich bin 50 Jahre alt. Bis jetzt hatte ich insgesamt 3 Schübe (mit 20 J. bei der Diagnosestellung hat es mit Sehstörungen angefangen, dann mit 33 J. nochmal Probleme mit dem linken Auge und vor drei Jahren hatte ich meinen letzten Schub mit Motorikeinschränkungen des linken Beines). Die ersten zwei Schübe haben sich komplett zurückgebildet. Der letzte hat sich zu 95% auch zurückgebildet. Meine MS wird seit Jahren mit Interferonen behandelt. Vor zwei Wochen hatte ich einen Herzinfarkt und drei Stents wurden bei mir eingesetzt. Dementsprechend muss ich jetzt viele Medikamente einnehmen, die ich bis jetzt nicht hatte (die typischen bei einer KHK und nach Implantation von Stents). Seit Samstag habe ich generalisierte Muskelschwäche und Muskelsteifigkeit, die im Tagesverlauf phasenweise auftreten, sich aber nicht komplett zurückbilden. Die Muskelreflexe sind vorhanden. Im Labor waren die Entzündungswerte, die Elektrolyte und die CK unauffällig. Seit 2 Tagen bekomme ich Hochdosis-Steroide (1 mg pro Tag), aber merke noch keinerlei Besserung. Nun bin ich verunsichert, ob diese Beschwerden Ausdruck eines Schubes sind oder als Folge/Nebenwirkung meiner Medikamente. Meinen Sie es handelt sich um einen Schub?

Mit freundlichen Grüßen

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Deine Frage beantwortet

Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|11. Feb. 2021

Sehr geehrte E.S.,

oft erhält man nach kardialen Problemen zur Senkung der Fette sog. Statine. Diese könnten Ihre geschilderten Beschwerden erklären. Sie sollten Rücksprache mit Ihrem Arzt halten und ggf. eine CK-Bestimmung vornehmen lassen. Eine generalisierte Muskelschwäche würde ich erst einmal nicht als Folge eine MS-Schibes einordnen.

Mit freundlichen Grüßen

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