Nach MS
Hallo,
in einer vergangenen Frage kam das Thema der psychosomatische Symptome auf, als Folge eines möglichen MS Verdachts. Da eine Verdachtsdiagnose das Leben auf den Kopf stellen kann und somatische Symptome auslösen kann, frage ich mich, wie sinnvoll es ist, Patienten mit einem solchen Verdacht zu konfrontieren. Da ich selber sehr unter diesem Verdacht leide bzw. er sehr viel Platz in meinem Leben einnimmt, die Wartezeiten zwischen den MRTs lang sind und ich diverse psychosomatische Symptome zeige, hätte ich mir gewünscht, dass man sich in meinem Entlassungsbericht mit einer Verdachtsdiagnose zurückhält, solange die Diagnose nicht gesichert ist. Wie sehen sie das bzw. wie oft sehen sie solche psychosomatische Symptome als Folge einer MS Verdachtsdiagnose, die sich dann kein MS ist?
Deine Frage beantwortet
Hallo Gudrun,
die Frage ob eine gravierende Diagnose offenbart werden soll oder nicht wurde von Medizinethikern gründlich u.a bei Krebsdiagnosen diskutiert. M. e. ist das beste Argument für eine Offenbarung das Recht auf Information mit der Möglichkeit Konsequenzen zu ziehen. Psychosomatische Beschwerden kommen nach gravierenden Diagnosen auch im Verdachtsfall regelhaft schon durch die reaktiv deutlich verstärkte Eigenbeobachtung und ängstlich-depressive Reaktion vor.
MfG
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