PatientIn „Kristina“ | 05. Juni 2020

Hallo,

Ich (25) habe seit Einer Woche Gefühlsstörungen in beiden Beinen. Links Schienenbein betont (Hier habe ich nahezu kein Gefühl mehr)Und eine Art Armeisenlaufen an der Fuß Innenseite und die Wade hoch. Rechts Ist es vermehrt der Oberschenkel auf der Rückseite. Hier fühlt es sich an als würde mir ein Faden am Bein hängen. Ich habe das Gefühl auf der linken Seite weniger Kraft zu haben und unkoordinierter zu sein. Keine Rückenschmerzen, SLR und Bragard negativ. Kein Trauma oder Druckstellen am Bein (dachte zu Beginn ich hätte in der Nacht ungünstig gelegen) Zusätzlich habe ich nen Taubheitsgefühl in der rechten Oberlippe gehabt welches zeitgleich mit dem Schienenbein anfing und sich allmählich zurück Bildet. Mir ist schwindelig und ich habe einen Rechtsdrall. Ich bin seit Wochen ziemlich müde und könnte den Großteil des Tages schlafen.

Vor ca 2-3 Monaten viel eine dysdiadochokinese der linken Hand auf.

Nun meinte mein Hausarzt dass er ne MS nicht ausschließen möchte und hat mich ein MRT vom Kopf machen lassen. Mir wurde auch Blut abgenommen um den Vitamin B Spiegel zu kontrollieren. (Ergebnisse bekomme ich erst nach dem Wochenende)

Nun stellt sich mir die Frage ob eine MS sich im CRP wert äußern würde. Gibt es im Blut Marker welche ein Indiz sein können? Würde es sich lohnen im weiteren ein MRT des Lumbalen Bereiches machen zu lassen? Könnte es sich hierbei wirklich um eine MS handeln?

Ich habe aktuell keinen Stress mache normalerweise viel Sport und psychisch geht es mir sehr gut. Als mir das mit der Hand aufgefallen war hab ich mir nicht weiter was bei gedacht. Ab immer mal wieder Probleme mit Sehstörungen gehabt, die aber nie abgeklärt wurden. Aber jetzt kommt mir das alles ein wenig Spanisch vor und man macht sich dann doch so seine Gedanken.

Vielen Dank für die Antwort und Einschätzung

Profilbild des Experten

Deine Frage beantwortet

Carsten Sievers
Neurologe|05. Juni 2020

Hallo Kristina,

eine MS führt nicht zu einer CRP-Erhöhung. Ganz aktuell kam eine Meldung über mögliche Blutmarker mit 90% Sensitivität und 82% Spezifität, das ist aber Forschung. In der Praxis gibt es keine Blutmarker. Ihre Beschwerden sollen unbedingt geklärt werden, MS gehört zu den möglichen Differentialdiagnosen.

MfG

Die Beiträge werden unverändert übernommen. Es erfolgt keine Prüfung oder Korrektur von Rechtschreibung, Grammatik oder darin getätigter Aussagen. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität dieser Beiträge übernimmt die Merck Healthcare Germany GmbH keine Verantwortung.