PatientIn „Ruby“ | 16. Aug. 2023

Liebe Experten,

MS besteht seit ca.13 Jahren. Ich habe 5 Jahre ein B-Zellen erhalten, was wegen schlechte IGG Werte seit einem Jahr abgesetzt wurde. Kann es sein ,das man bedingt durch das B-Zellen Medikament eine PNP entsteht? Ich hatte eine Neurografie und dabei kam folgendes raus:

Tibialis-SEPs mit normaler P-40-Latenz rechts von 44 ms und links von 46 ms. Gut reproduziert, Amplituden rechts größer links.
Neurografie des Nervus peronaeus mit unauffälliger DML, Amplituden mittelgradig reduzierte rechts auf 2,9 mV und links auf 2,4 mV (Referenz 5 mV), NLG rechts mit 50 m/s und links mit 46 m/s im Normbereich. Mittelgradige axonale PNP.

Wie würden Sie die Werte beurteilen?
Ich habe kein Diabetes, kein Alkohol oder Rauchen, kein Vitamin b12/d Mangel. Probleme habe ich in den Füßen, das Gefühl eines Schraubstocks an beiden Füssen. Kälte/Wärme Missempfindungen Füße usw.

Ich habe eine Fußheberschwäche rechts, der Neurologe meinte jetzt, dass das auch links der Fall ist. Kann man das wirklich aus diesen Werten sehen?

Vielen Dank! Ruby

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Deine Frage beantwortet

Carsten Sievers
Neurologe|17. Aug. 2023

Hallo Ruby,

für die Diagnose einer PNP reichen Amlitudenminderungen eines Nerven nicht aus, dazu gehören passende Symptome und weitere Messungen mehrerer Nerven und eine Elektromyographie. Eine Fußheberschwäche wird durch eine manuelle Krafttestung bestimmt und nicht durch eine Messung. Polyneuropathien kommen nicht gehäuft als Folge von MS-Dauertherapien mit B-Zellmedikamenten vor, es gibt aber einzelne andere, seltener eingesetzte Substanzen mit dem Risiko.

MfG


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