MS oder nicht?
Hallo!
Ich hab eine Frage zu meiner Diagnose. Es handelt sich hier nur um einen vorläufigen Bericht.
Diagnosen:
- Läsion im rechten Temooralllaben, aktuell ätiologisch keine sichere Zuordnung
- Gesichtsfeldausfall (oben / links) auf beiden Augen
- Liquorpleozytose
Ich hatte ca. 3 Wochen nach meiner ersten Corona-Impfung (Biontech) ein plötzliches Sehproblem. Darauf wurde ich bei einem Optiker und einem Augenarzt vorstellig. Diese haben mich an ein Klinikum überwiesen.
Der Gesichtsfeldausfall wurde mittlerweile leichter, wenn auch noch nicht bei 100%.
In der nativ durchgeführten MR des Schädels zeigte sich eine unspezifische Läsion im Temporallappen. Darüber hinaus waren keine Auffälligkeiten festzustellen. Bei einem zweiten MRT wurde Kontrastmittel verwendet. Das hat nicht angeschlagen. HWS bzw. Rückenmark sind in Ordnung. EEG zeigte keine Pathologien.
Zusätzlich wurde bei der ersten Lumbalpunktion eine Pleozytose von 57/ul festgestellt. Eine zweite Lumbalpunktion nach wenigen Tagen war der Wert fallen. (Wert liegt leider nicht vor).
Für mich stellt sich nun die Frage. Deutet der Befund auf MS hin oder ist womöglich die Pleozytose durch die Impfung verursacht worden?
Viele Grüße
Deine Frage beantwortet
Hallo Andreas,
ihre Schilderungen und Befunde lassen einen MS-Verdacht nicht zwingend zu. Eine Liquorpleozytose tritt unspezifisch bei vielen meist infektiösen und entzündlichen Ursachen auf. Aussagekräftiger - aber nicht ganz spezifisch - wäre die Kenntnis ob oligoklonale Banden vorliegen. Die MRT Läsion ist als unklar gedeutet worden (zB entzündlich, Infarkt u.a.), die Lage nicht unbedingt typisch für MS. Die Quadrantenanopsie (falls es eine ist) ist als Erstsymptomatik einer MS ungewöhnlich.
Ein Zusammenhang zwischen Coronaimpfungen und Pleozytosen ist wohl bisher nicht aufgefallen.
MfG
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