MS oder nicht?
Liebes Team, seit 2 Monaten leide ich unter Nackenschmerzen (ziehen beim Nach-unten-Schauen, beim Stehen, nachts ist oft kein Schlaf möglich, weil die starken Schmerzen vom Nacken um den Kopf ziehen (wie ein Schraubstock)). Des Weiteren ziehen die Schmerzen vom Nacken nun auch schon bis zur BWS. Diese schmerzt und fühlt sich überlastet und verkrampft an. Ich kann nicht auf Stühlen sitzen, weil mir da der Nacken und der Rücken schmerzt – nur im Liegen ist es angenehm und fast symptomfrei. Außerdem habe ich mit „Benommenheit/Gangstörungen“ zu kämpfen. Wenn ich die Arme hoch und runter bewege, zieht es am Nacken und ich habe ein Benommenheitsgefühl. Wenn ich laufe und beim Bücken habe ich das Gefühl zu schwanken. Ich empfinde es so – nach außen ist nicht sichtbar, ich wanke also nicht wirklich. Andere Missempfindungen habe ich bis jetzt nicht. Meine Blase ist sehr selten im Urlaub etwas nervös. Die üblichen Schmerzmittel helfen nicht. Es wurden ein MRT vom Kopf und von der HWS gemacht, dort ist nichts Auffälliges zu sehen. Ein Orthopäde meinte ich solle zum Neurologen und mich wegen MS untersuchen lassen. Ich bin nun maximal verunsichert, ob das alles „nur“ Verspannungen wegen schlechter Körperhaltung sind oder Schlimmeres. Ich bin 38 Jahre alt, kein Raucher und war noch nie ernsthaft krank. Letzten Sommer hatte ich eine 2-monatige Phase mit dem Gefühl des Herzrasens, Unwohlsein und auch dieser Benommenheit (ohne die „Gangstörung“). Herz, Nieren, Schilddrüse, Borreliose wurden geklärt – nichts Auffälliges. Nach den 2 Monaten war das alles wieder verschwunden. Bis es zum Jahreswechsel wieder anfing (ohne das Herzrasen) und dann zu den Nacken- und Rückenschmerzen wurde, die mich jetzt plagen. Ich habe oft das Gefühl die Muskeln meines Oberkörpers können mich nicht aufrecht halten und das Gehen ist nicht so natürlich wie normal.
Deine Frage beantwortet
Sehr geehrte Sarah,
eine neurologische Untersuchung ist sicher sinnvoll, allerdings nicht um eine MS auszuschließen. Es könnte eine chron. virale Menigitis vorliegen oder es sind schlicht weg Myogelosen, die Sie plagen. Auch eine proximal betonte Myopathie könnte bestehen. Der Neurologe muss entscheiden, welche Zusatzdiagnostik nötig ist. Ggf. muss zur Abklärung auch eine Liquorpunktion folgen.
Mit freundlichen Grüßen
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