MS oder Lupus?
Hallo liebes Experten-Team!
Ich hab vor ein paar Monaten schon mal geschrieben.
Kurz zusammengefasst, hier noch einmal mein Befund
- v.a. entzündliche ZNS-Erkrankung im rechten Temporallappen
- Gesichtsfeldausfall (Quadrantenanopsie oben links)
- oligoklonale Banden Typ 3 (Serum und Liquor)
- intrathekale IgG-Synthese
- Liquorpleozytose von 17 (ehemals 57) - positive MRZ Reaktion
- Vitamin D Mangel
- Anti GFAP IfG IFT negativ
- Anti MOG IfG IFT negativ
- Anti-Aquaporin-4 Antikörper negativ
Kurz gesagt, derzeit sind die McDonald Kriterien nicht erfüllt und ich hab die Diagnose „Klinisch isoliertes Syndrom“ erhalten. Ich weiß … es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis MS diagnostiziert wird.
Allerdings hab ich nach meiner letzten Verlaufskontrolle u.a. folgende Info im Arztbrief erhalten: „Laborchemisch imponierte eine isolierte Erhöhung von ssDNA-Antikörpern bei negativen dsDNA- Antikörpern und NUN negativen ANAs.“
Ich hab erst Mitte Dezember meinen nächsten Termin beim Neurologen. Ich frag mich nun … kann es sein, dass ich keine MS entwickle sondern so etwas wie Lupus erythematodes systemischer habe?
Damals war sowohl ihre Antwort, als auch die von meinem Neurologen „Es passt einfach nicht zu MS“ und sie würden nach etwas anderem suchen.
Viele Grüße,
Thomas
Deine Frage beantwortet
Sehr geehrter Thomas,
der Lupus erythematodes zeigt in den meisten Varianten Hautveränderungen in Form vom Hautrötungen (Erythemen). In abgemilderter Form haben das sehr viele Menschen (ca. 50/100.000), ohne wirklich krank zu sein. Aber es ist auch richtig, dass es andere Manifestationen der Erkrankung gibt. Sie sollten sich dermatologisch untersuchen lassen, um diese Differentialdiagnose abzuklären.
Bei einer Pleozytose, Nachweis von oligoklonalen Banden, pos. MRZ-Reaktion, einem klinischen Befund und einer typischen MRT-Läsion ist eine MS sehr wahrscheinlich. Hier bedarf es einer genauen Analyse der Bilder des gesamten ZNS (incl. Rückenmark), um weitere Herde zu erkennen.
Mit freundlichen Grüßen
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