PatientIn „Halunke“ | 29. Mai 2022

Hallo Dr. Schneider.

Ich habe eine Frage zu den MCDonald Kriterien..

Sie schrieben...

Nach den Kriterien ist für die Diagnose nur der Verlauf und das MRT notwendig (zeitliche und räumliche Dissemination von MS-Herden), um die Diagnose zu stellen.

Wäre es im vorraus nicht wichtig, differentialdiagnostische Überlegungen anzustrengen, statt sich gleich auf die verwässerten MCDonald Kriterien zu verlassen?

Frei nach dem Grundsatz der MCDonald Kriterien...

If there is no better explanation..

Ich frage nur, weil es einige Zeit brauchte, meine MS Diagnose abzuschütteln, welche mich auf diese unkritische Anwendung der MDC ereilte.

Vielen Dank für ihre Rückmeldung

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Deine Frage beantwortet

Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|31. Mai 2022

Sehr geehrte/r Fragestellerin/r,

natürlich sollte man immer zum Zeitpunkt der Diagnosestellung einer MS alle erdenklichen Differentialdiagnosen abklären. Das gehört immer dazu und wird vorausgesetzt. Eine LP sollte demnach in meinen Augen auch einmalig anfangs erfolgen, auch wenn es nicht gefordert ist. Und darüber hinaus muss man auch im Verlauf kritisch bleiben, ob es sich wirklich um das handelt, was primär diagnostiziert wurde.

Mit freundlichen Grüßen 

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