MRT unspezifisch
Guten Tag,
leider habe ich -39J, weibl. gestern kein erhofftes negatives Ergebniss vom MRT Kopf erhalten, sondern unspezifisch; "fraglicher kleiner cerebellärer Herd rechts mglw lediglich Artefakt, wenn kein Artefakt ggf Hinweis auf chr entzündl ZNS-Erkranung (MS-DIS). Sowie einzelene kleine punktförmige Marklagerläsionen supratentoriell".
MRT-HWS (nativ) zeigt Bandscheibenkompression C6, ohne Myelonkompression aber neuroforaminaler Enge bds... was die Radikulopathie/ggf Nackenschmerz erklärt, aber dem Neurologen für den Schwindel nicht genug ist.
Symptome: seit 3 Monaten bestehende Gangstörung, im Sinne von "ins leere treten", als "wenn der Boden schwankt" und seit 4 Wochen bestehender ungerichteter Schwindel/begleitender Übelkeit. Nackenschmerzen und Radikulopathie rechts>links Daumen bis Mittelfinger betont. Arbeiten geht, aber mit viel Konzentration und interm. MCP/Ibugaben.
Gewünscht ist eine Zweitmeinung im MS Zentrum, dortiger Termin aber frühestens im Oktober möglich. Ich würde aus diversen Gründen ungern meine Arbeitstätigkeit unterbrechen, das Level aktuell halte ich aber so lange nicht aus. Was halten Sie von oben genannter Befundkonstellation?
Vielen Dank Gipano
Deine Frage beantwortet
Sehr geehrter Fr. Gipano,
man muss bei Ihnen nun genau klären, ob anatomisch die beschriebenen Veränderungen zu Ihren Beschwerden passen. Es könnte gut sein, dass der cerebelläre Herd ursächlich mit den Gangstörungen / Schwindel in Zusammenhang steht. Die Nackenschmerzen können Folge der neuroforaminalen Enge / der Bandscheibenvorwölbung sein. Die kleinen punktförmigen Marklagerläsionen supratentoriell sind vermutlich unspezifisch, aber von mir natürlich ohne Sicht auf die Bilder nicht beurteilbar. Diese einzelnen Befunde sind getrennt zu betrachten. Eine Zweitmeinung einzuholen ist sicher richtig. Warum sollten Sie Ihre Arbeitstätigkeit unterbrechen ? Die bestehenden Nackenschmerzen sollten konsequent medikamentös behandelt werden. Wenn keine Lähmungserscheinungen vorliegen stellt der Befund an der HWS zunächst erst einmal keine OP-Indikation dar. Dies könnten Sie allerdings vorab nochmals durch eine Vorstellung bei einem Facharzt für Neurochirurgie prüfen lassen.
Mit freundlichen Grüßen
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