Mitbeurteilung
Guten Morgen,
Ich würde sie bitten meinen Fall einmal zu beurteilen:
-Mrt Kopf aufgrund von Augenschmerzen ——>
leicht betontes Kaliber des rechtsseitigen Nervus opticus kurz nach dem
Durchtritt durch die Incisura orbitalis, nach Kontrastmittelgabe Imponiert ein
diskretes Enhancement. Keine Imbibierung des umgebenden retrobulbären
Fettgewebes, keine Auffälligkeiten der Muskulatur.
Innerhalb des subkortikalen Marklagers rechts zentral findet sich eine, retrospektiv
bereits in der Voruntersuchung sichtbare, etwa 8 mm lange, quer etwa 3 mm
messende T2-hvperintense Läsion, die keine KM-Aufnahme zeigt, In der
Voruntersuchung ließ sich kein Korrelat in der T1w Sequenz, im Sinne eines black
holes, finden, zudem keine Restriktion in der DWI-Sequenz.
Im Anschluss daran Mrt bws ohne Befund.
Alle neurologischen Untersuchungen VEP etc. ohne Befund.
Keine Symptome mehr.
- Liquor und Blutuntersuchung TipTop. Keine Banden oder Ähnliches.
Neurologe 1: kontroll-MRT im Januar, soll mich nicht verrückt machen und mein Leben genießen.
Neurologe 2:Schubförmige MS diagnostiziert- sofort mit Basistherapie starten. Nicht abwarten sonst sitze ich bald im Rollstuhl.
Ich bin total fertig und überfordert. Bilde mir jegliches Symptom ein und weiß nicht was ich tun soll. Schlafe nicht mehr, kann nix mehr essen.. ganz schlimm!
Deine Frage beantwortet
Hallo Lisa,
schubförmige Symptome einer MS gab es wohl bisher nicht. Wenn man den Augenschmerz als RBN-Zeichen wertet, gäbe es einen Schub und den MRT-Nachweis von zwei zweizeitigen Läsionen und zwei Orten und damit die Möglichkeit einer MS Diagnose. Augenschmerz allein ohne Sehstörung mit normalem VEP als RBN zu werten ist allerdings zumindest fragwürdig. Ohne krankheitstypische Symptome kann eine MS-Diagnose nicht gestellt werden. In so einem Fall würde ich den Liquorbefund zwingend einbeziehen. "Bald im Rollstuhl" kam ohnehin nur bei relativ seltenen sehr schweren Verläufen einer MS vor und kommt heute bei MS nur noch als wirklich seltene Ausnahme oder gar nicht mehr vor.
MfG
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