PatientIn „MariusW.“ | 21. Feb. 2020

Hallo,

Mein Name ist Marius, bin 23 Jahre alt und habe neuerdings Ängste bezüglich MS, speziell dem Lhermitte Zeichen.

Und zwar bin ich mir nicht sicher ob es sich dabei um Lhermitte handelt, und das beunruhigt mich:

- Manchmal wenn ich mein Kinn auf die Brust drücke, tut eine einzelne Stelle um die Wirbelsäule weh. Also es ist eine Art ziehen oder drücken dass manchmal solange anhält wie ich in dieser Position verharre

- Also es sind keinerlei Missempfindungen, nur besagte Stelle (zwischen den Schulterblättern) tut weh, auch kein elektrisches Gefühl.

- Es zieht auch nicht den Rücken runter. Sondern der Schmerz ist direkt an jener Stelle.

- Manchmal verschwindet es auch am selben Tag und kommt am darauffolgenden wieder

Manchmal muss ich auch meinen Kopf auf die Brust drücken und gleichzeitig den Kopf bis zum Anschlag nach links/rechts drehen um dies zu spüren.

Bin generell auch sehr verspannt im Nacken und Rücken. Bin trotzdem beunruhigt.

Hatte ein MRT und CT vom Kopf und ein MRT von der HWS, alles ohne Befund.

Was meinen Sie ?

Mit freundlichen Grüßen,

Marius W.

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Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|22. Feb. 2020

Sehr geehrter Marius,

das klinische Zeichen Lhermitte ist ein Phänomen, bei dem eine Dehnung des Rückenmarkes (Beugung des Nackens) zu elektrisierenden und z.T. schmerzhaften Missempfindungen im Rumpf, den Beinen und z.T. auch in den Armen führt, je nachdem wo ein Befund im Bereich des Rückenmarkes besteht. Es ist ein völlig unspezifisches Zeichen und kann bei MS aber auch bei vielen anderen Erkrankungen des Rückenmarkes auftreten (z.B. Myelopathie, spinale Enge, funikuläre Myelose, ...). Ihre geschilderten Symptome klingen nicht nach einem derartigen Zeichen. Neuromuskuläre Verspannungen können ebenfalls zu lokalen Missempfindungen führen. Da die MRT-Diagnostik der Wirbelsäule unauffällig ist, sollten Sie sich keine Sorgen um eine MS machen, sofern keine anderen neurologischen Defizite vorliegen.

Mit freundlichen Grüßen 

PatientIn „MariusW.“ | 22. Feb. 2020

Hallo und danke für die Rückmeldung.

Was sind denn neuromuskuläre Verspannungen. Leider fand ich nicht so viel Infos dazu. Und vorallem was kann man dagegen machen ?

Hoffentlich nichts schlimmes:)

Erneut vielen Dank.

Marius W.

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Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|23. Feb. 2020

Sehr geehrter Marius,

unter neuromuskulären Verspannungen werden unspezifische Schmerzen und Missempfindungen umschrieben, die keinen direkten Krankheitswert haben und immer wieder mal auch bei völlig gesunden Menschen auftreten können. Sie treten bei Fehl- oder Überbelastungen der Muskulatur auf. Auch eine Fehlhaltung oder einseitige Belastung kann ebenso wie auch eine vermehrte psychischen Anspannung/Stressbelastung sein. Oft helfen Entspannungsübungen, Bewegungsübungen oder auch physikalische Maßnahmen (Wärme oder Kältebehandlungen, Massagen, Wasseranwendungen, ...)

Mit freundlichen Grüßen 

PatientIn „MariusW.“ | 22. Feb. 2020

Danke erstmal :)

Werde mir die Tipps zu Herzen nehmen. Und einen MRT Scan von der BWS brauche ich nicht zu machen? Glaube ich habe irgendwo mal gelesen, dass MS spezifische Befunde dort nicht sehr oft sind.

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Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|23. Feb. 2020

Sehr geehrter Marius,

die Entscheidung eines MRTs sollten Sie mit Ihrem Neurologen bereden. Er kennt nicht nur Ihre Beschwerden, sondern auch den Untersuchungsbefund. Aber Sie haben völlig recht. Ein MS-Herd im Bereich des Brustmarkes macht eine Querschnittlähmung oder eine querschnittsförmige sensible Störung. Da diese bei Ihnen nicht vorliegt, ist es sehr sehr unwahrscheinlich, dass man im mrt etwas findet.

Mit freundlichen Grüßen 

PatientIn „MariusW.“ | 22. Feb. 2020

Die letzte Nachricht von mir schien wohl nicht durchgekommen zu sein (zumindest sehe ich die nicht mehr). Deshalb hier nochmal ungefähr was drinne stand:

Danke :) Werde mir die Tipps zu Herzen nehmen.

Und ein MRT der BWS ist nicht notwendig, nehme ich mal an ? Glaub ich habe mal irgendwo gelesen, dass MS in der BWS nicht so häufig vorkommt.

MfG

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Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|23. Feb. 2020

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