Kribbeln flackert auf
Liebes Expertenteam,
ich bin w, 40J, ED 2006, Copaxone, keinerlei Behinderung, schubfrei seit 2009.
Erster Schub 2006 mit Kribbelbeschwerden im ganzen Körper. z. T. Wechselhaft, mit unterschiedlicher Intensität. Damals aktive Läsion im Gehirn, mit Kortison vollständige Rückbildung.
Immer wieder flackert das jedoch auf. z. B. bei Infekt oder Stress. Mal mehr, mal weniger stark.
In den letzten Monaten hatte ich extremen Stress. Corona-Situation belastet mich extrem, Angst vor der Impfung, Arbeitsstress, Beziehung...
Am 16.12 war meine erste Corona-Impfung (Biontech).
Bin immer noch angespannt, weil ich Angst vor Nebenwirkungen hab.
Seit gestern Abend wird es mit dem Kribbeln etwas mehr.
Beobachte mich jetzt extrem und versuch immer hinzuspüren wo es kribbeln und wie es sich verändert.
Wie würden Sie das einordnen?
Kann das tatsächlich am Stress liegen? Kann das vom "hochfahren" des Immunsystems durch die Impfung kommen?
Könnte das ein Schub sein?
Sollte ich damit zum Neurologen, oder erstmal paar Tage Entspannungsprogramm und abwarten?
Liebe Grüße und herzlichen Dank für Ihre Arbeit!
Kati
Deine Frage beantwortet
Sehr geehrte Kati,
nun, die Impfung ist schon einige Tage her und die Phase der anfänglichen Nebenwirkungen ist schon fast vorbei. Die Kribbelmissempfindungen sollen Sie nicht überbewerten. Mutmaßlich sind es die Sorgen und Ängste, die dies bewirken. Es gibt keinen wissenschaftlich belegbaren Zusammenhang einer Corona-Impfung und einer erhöhten MS-Aktivität. Dies sind theoretische Überlegungen ("das Immunsystem hochfahren"), die sich in der Praxis nicht bestätigt haben. Entwickelt sich eine deutliche sensible Störung beispielsweise in einem Arm oder Bein, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, nicht bei leichten Kribbelmissmepfindungen, die sich nicht verstärken.
Mit freundlichen Grüßen
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