Kein MS - oder doch? wie weiter vorgehen?
Sehr geehrtes Ärzte Team,
ich mache es kurz und hoffe auf eine Meinung, die mir weiterhilft: 14 Läsionen im Hirn nach MRT gefunden, Alter 26, eingeordnet als unspezifisch und auf der Überweisung stand noch „T2“. Klinischer Aufenthalt sowie Nervenwasser negativ, auch auf borelliose, etc getestet. Symptome: vor allem beim Einschlafen das Gefühl das ich nach links, rechts, vorne, hinten und unten gleichzeitig falle. Mehrmals für jeweils 1-2 Sekunden. Bis ich dann einschlafe. Nicht jede Nacht, aber sehr oft. Fremdkörpergefühl rechte Hand, aber nicht immer. Teilweise auch beim stehen das Gefühl, dass ich mich festhalten muss. Panikstörungen, die ich sonst noch nie hatte.
Verlaufskontrollen auch mit Mittel im Arm bisher gleichbleibend (letzten 3 Jahre).
Jetzt habe ich hier oft gelesen dass Sie auch „vaskuläre Probleme“ schreiben. Habe ich zumindest offiziell nicht, aber: lösen solche vaskulären Probleme sowas auch aus?
Meine Frage an Sie:
Haben Sie Patienten mit einer ähnlichen Geschichte? Läsionen im zweistelligen Bereich ohne Diagnose und ohne MS? Was raten Sie mir als Therapie? Was soll ich tun? Können ernsthafte Gehirn-Erkrankungen ausgeschlossen werden weil sich 3 Jahre nichts geändert hat? (Symptome haben sich geändert, aber die Läsionen nicht). Auch mit Mittel im Arm nichts zu sehen. Tumore ausgeschlossen?
Ich hoffe auf Antwort, da ich nicht wirklich weiter weiß.
Deine Frage beantwortet
Sehr geehrter Max,
14 Läsionen im Alter von 26 Jahren sind sicher zu viel. Dies muss eine Ursache haben (genetisch, angeboren ?). Gut ist aber erst einmal, dass die ergänzenden Untersuchungen im Verlauf unauffällig waren. Ob diese Gliosen die klinischen Beschwerden erklären, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen. Da Sie geschrieben haben, dass man diese Gliosen als unspezifisch eingeordnet hatte, gehe ich aber davon aus, das dies nicht der Fall ist. Natürlich können auch vaskuläre Ursachen vorliegen, aber dann hätte man die Gliosen als vaskulär eingeordnet. Mit stellt sich die Frage, ob die nur nächtlich vorliegenden Missempfindungen überhaupt eine organische Ursache haben können. Warum sollte eine organische Ursache nur nachts oder nur sporadisch Beschwerden machen ? Eine Angststörung kann sich auch im Verlauf entwickeln, gerade wenn man Sorgen hat, erkrankt zu sein. Wie auch immer ist Ihr MRT-Verlauf unverändert und dies spricht gegen eine aktive Erkrankung. Die Angststörung sollte behandelt werden und in größeren Abständen weitere neurologische Verlaufsuntersuchungen folgen.
Mit freundlichen Grüßen
Die Beiträge werden unverändert übernommen. Es erfolgt keine Prüfung oder Korrektur von Rechtschreibung, Grammatik oder darin getätigter Aussagen. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität dieser Beiträge übernimmt die Merck Healthcare Germany GmbH keine Verantwortung.