PatientIn „L.B.“ | 02. Sept. 2022

Vielen Dank vorab für Ihre professionellen Ratschläge.

Ich habe ein mehr oder weniger oft, aber doch immer wieder am Tag (stundenweise) auftretendes Kribbeln in armen und vor allem Beinen.
MRT Kopf und gesamte Neuroachse war ohne Befund.
Vitamin B wurde auch getestet und ist in Ordnung.
Nun ist mir aufgefallen, in den Zeiten in denen es kribbelt, kann dieses kribbeln durch Kopfbeugen verstärkt werden. Wenn es gerade nicht kribbelt, wird das Kribbeln aber nicht durch das Kopfbeugen erzeugt.
Ist das ein Hinweis auf eine doch bestehende MS trotz MRT ohne gefundene Hinweise auf MS?
Im MRT wurde nur eine Bandscheibenprotrusion mit Kontakt zur linken Nervenwurzel festgestellt.
Vielen Dank!

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Deine Frage beantwortet

Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|03. Sept. 2022

Sehr geehrte/r L.B.,

Ihre umschriebenen sensible Störungen, die scheinbar nur flüchtig bei bestimmten Haltungen auftreten, sprechen nicht für einen Schub. Gefordert ist ein klares zentrales Muster (halbseitig, querschnittsförmig, gesamte, …) eines sensiblen Defizits, welches für mindestens 24 bestehen bleibt und sich dann erst langsam zurück bildet.

Bzgl. der Zunahme von sensiblen Störungen beim Beugen des Kopfes nach vorne könnte die Ursache im Bereich der HWS liegen. Wenn Sie dort einen BSP haben und dieser im entsprechenden Segment der Nervenwurzel liegt, die für das Areal verantwortlich ist, an der die sensible Störung besteht, haben sie die Ursache bereits gefunden. Die anderen stellen lassen sich bei einem unauffälligen mrt nicht ursächlich als Folge einer MS erklären.

Mit freundlichen Grüßen

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