Gute und schlechte Tage
Ich habe MS und wüsste gerne folgendes; ich fühle mich nicht jeden Tag nur schlecht oder nur gut. Meistens stehe ich auf und bin wackelig auf den Beinen. Habe aber dann für 2-3 Stunden Energie etwas zu erledigen und dann geht es bergab mit den Kräften.
Wenn ich dann nicht die Möglichkeit habe mir die ruhe zu gönnen, geht es mir am Abend oder spätestens am nächsten Tag richtig schlecht.
Ich habe das meiner Neurologin so gesagt, mal Gute mal schlechte Tage, sie meint das passt nicht zur MS.
Kommt das dann von noch was anderem?
Manchmal erlebe ich die Übrigbleibsel des letzten Schubes sehr intensiv, dann wieder weniger. Wenig Stress spielt finde ich dabei eine grosse Rolle.
Die Fatigue ist bei mir sehr ausgeprägt. Wenns zu viel wird kann ich nicht mehr klar denken und der Kopf fühlt sich total schwer und brummig an.
Wie schätzen sie das ein und was könnte ich dagegen tun?
Vielen Dank!
Deine Frage beantwortet
Sehr geehrte Sarah,
was Sie schildern entspricht einen Erschöpfungssyndrom. Sie beschreiben dies selbst als ein Fatigue, was auch völlig richtig ist. Bei Frauen tritt es bei MS in 54 % und bei Männern in 48 % der Fälle auf. Das Fatigue selbst unterteilt man in körperliches und kognitives Fatigue. Man muss dabei lernen, mit den verfügbaren Ressourcen klar zu kommen. Das Erlernen eines Zeitmanagements der Abläufe und Belastungen kann helfen. Versucht man mit Gewalt über die Belastungsgrenze zu gehen, so tritt die Erschöpfung ein, genau so wie Sie es beschreiben. Im Rahmen einer psychologischen und/oder neuropsychologischen Behandlung kann man die Techniken erlernen. Die Therapie kann auch die psychische Belastung mit verbessern, denn die hat natürlich auch Einfluss auf das Erleben der Fatigue - Symptomatik.
Mit freundlichen Grüßen
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