Gliosen und oligoklonale Banden Typ 2
Sehr geehrte Experten,
im August letzten Jahres wurde wegen lang anhaltender Kopfschmerzen ein Schädel-MRT gemacht, und als Zufallsbefund sah man zwei paraventrikuläre Gliosen rechts parietal und links frontal unter dezenter Beteiligung des Corpus callosum. Mein Neurologe schlus MS-Alarm, er bezifferte die Wahrscheinlichkeit mit 50%. Da ich keinerlei Symptome einer MS hatte und weiterhin keine habe, zudem sehr unter den anhaltenden Kopfschmerzen litt, ignorierte ich diese Aussage. Die jetzt behandelnde Neurologin riet noch einmal zu einer Lumbalpunktion inkl. Druckmessung zur Ausschlussdiagnostik bezgl. der Kopfschmerzen, und ich willigte ein. Mein Liquor gibt keine Hinweise auf die Ursache der Kopfschmerzen, jedoch habe ich Typ 2 oligoklonale Banden, jedoch nicht im Serum.
Nun habe ich Panik, doch eine MS zu haben, von der ich anscheinend gar nichts merke. Ich bin sehr sportlich und im Triathlon aktiv, habe keine Muskelschwäche, Kribbeln, Taubheitsgefühle oder Sehstörungen. Dies alles ist mir vollkommen fremd.
Können die oligoklonalen Banden auch eine andere Ursache haben, bestenfalls "einfach so" auftreten, ohne auf eine entzündliche Erkrankung des ZNS hinzuweisen?
Vielen Dank für Ihre Einschätzung!
Deine Frage beantwortet
Hallo Ina,
es gibt schon verschiedene Möglichkeiten ihre Befunde zu erklären, MS bzw ein radiologisch isoliertes Syndrom gehören dazu. Zur diagnostischen Abklärung gehört dabei aber immer auch die Suche bzw. der Ausschluss der möglichen Differentialdiagnosen. Kopfschmerzen gehört jedenfalls nicht zu den MS-Symptomen. Einfach so treten oligoklonale Banden nicht auf. Da hier keine weitere Diagnostik aufgeführt ist kann ich nicht näher eingrenzen was sie haben könnten.
Mfg
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