Gliosen
Guten Tag,
Meine MS Diagnose erfolgte Ende 2023, auf Grund einer Sehnerventzündung. Der Verdacht bestand 2020 schon einmal, auf Grund Schwäche und Schmerzen in den Beinen. Die damalige neurologische Untersuchung, incl MRTs, wurde mir als unauffällig befundet. Mir wurde allerdings vorgeschlagen, man könne eine LP machen, wenn ich das möchte. Dies habe ich damals abgelehnt,denn wer lässt sich freiwillig im Rücken stochern, wenn angeblich alles in Ordnung ist? Nun steht in dem Befund vom Schädel MRT mit KM, von 2020: es kommen vereinzelte, kleinste, fleckförmige, T2- und FLAIR-hyperintense Gliosezonen in den peri- und supraventrikulären Marklagern zur Darstellung. In der Zusammenfassung steht dann: Kein Anhalt für eine tumoröse oder entzündliche cerebrale Pathologie. Ich war damals 35 Jahre alt,die Beschwerden in den Beinen bestanden damals schon etwa 2 Jahre, wenn das eine Rolle spielt. Hätte man damals, auf Grund dieser Befundung, weiter schauen sollen? Welchen Stellenwert besitzen Gliosen, in Zusammenschau mit den Beschwerden, dem Alter, der Lage der Gliosen, etc?
Vielen Dank für Ihre Antwort.
Deine Frage beantwortet
Hallo Inge,
wenn ich es richtig verstehe ist der Punkt die MRT-Befundung/Mitteilung: 2020 als normal mitgeteilt, jetzt schriftlicher Befund mit kleinsten Gliosen.
Kleinste Gliosen kommen häufig vor - Faustregel: 1/Lebensjahrzehnt - und sind unspezifisch, die Ursachen mannigfaltig und schwer festzustellen. Sie können bei jüngerem Lebensalter Anlass geben irgendwann im Verlauf, zb. nach einem Jahr zur Sicherheit eine MRT-Kontrolle durchzuführen und evtl. hausärztlich Gefäßrisikofaktoren zu checken. Damals bestand ein neurologischer Normalbefund, also kein Anlass für weitere Diagnostik. Ihre Beschwerden können nicht zwanglos durch die Gliosen erklärt werden und konnten nicht neurologisch objektiviert werden. Eine Liquoruntersuchung wäre m.E. damals eine Sicherheitsuntersuchung gewesen und optional, aber sicher nicht zwingend erforderlich.
MfG
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