Fatigue / Schub?
Sehr geehrte Experten,
ich bin momentan unsicher die Situation einzuschätzen. Meine behandelnde Neurologin befindet sich im Urlaub. Vielleicht können Sie mir einen Rat zum Vorgehen geben und, soweit möglich, eine erste Einschätzung zu den Beschwerden.
Medikamentös erhalte ich seit 8 Jahren eine 4-wöchentliche Infusion. Darunter klinisch und in der MRT stabil.
Diagnose. schubförmig-teilremittierender Verlauf
Zu Beginn meiner MS hatte ich gleich mit einer sehr ausgeprägten Fatigue, die sich sowohl physisch wie auch psychisch gezeigt hat, zu tun. Konzentration, Gedächtnis und Aufmerksamkeit dadurch deutlich eingeschränkt.
Durch eine neuropsychologische Therapie habe ich Strategien erlernt damit zu leben. Gut zu leben!!
Nun habe ich seit ca. 3 Wochen, trotz ausreichendem Schlaf, eine abnorme Müdigkeit, die mich völlig niederstreckt.
Auch ganz alte Symptome, die ich Jahre nicht hatte, zeigen sich wieder. Kribbeln / Spinnwebengefühl im Gesicht, Fleck im rechten Auge.
Einen Infekt, Stress, usw. habe ich nicht.
Kann eine deutlich erstarkte Fatigue Zeichen für Krankheitsaktivität sein?
Ich danke Ihnen!
Mit freundlichen Grüßen
Carina
Deine Frage beantwortet
Sehr geehrte Carina,
nun, Veränderungen des Befindens im Verlauf einer MS-Erkrankung, die nicht durch andere Dinge (Infektionen, Stress, schwere Erkrankung, Corona-Infektion, ...) zu erklären sind, sollten Anlass geben, genauer nachzusehen. Eine klinische Untersuchung durch Ihre Neurologin wäre sinnvoll, die Sie bereits gut kennt und weiß, wenn sich der Befund verschlechtert hat. Dann sollte auch eine MRT-Untersuchung erfolgen, um die Krankheitsaktivität im Verlauf beurteilen zu können. Ja, es kann, muss aber nicht mit der MS zusammen hängen. Vielleicht wäre vorab sinnvoll, bei Hausarzt einmal das Labor abzunehmen (BB, CRP, BSG, Elektrolyte, Leber- und Nierenwerte, U-Status)
Mit freundlichen Grüßen
Die Beiträge werden unverändert übernommen. Es erfolgt keine Prüfung oder Korrektur von Rechtschreibung, Grammatik oder darin getätigter Aussagen. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität dieser Beiträge übernimmt die Merck Healthcare Germany GmbH keine Verantwortung.