Erneutes MRT notwendig?
Sehr geehrtes Expertenteam,
Ich bin weiblich und 22 Jahre alt. Mich plagt nun bereits seit Dezember 2020 die Angst vor MS. Angefangen hat alles mit Nackenbeschwerden und einem kurzzeitigen Schleier vor den Augen. Meine Seh- und Nackenbeschwerden sind nach gründlicher Massage vergangen. Ende Dezember hatte ich dann erneut Nackenbeschwerden, auf welche dieses Mal starke Ohrgeräusche gefolgt sind. Auch diese haben nach Massageeinheiten nachgelassen. Mitte Januar habe ich dann meinen Nacken stark gedehnt, woraufhin ich ein pelziges Gefühl entlang meines Nackens bis hinter meine Ohren (beidseitig) verspürt habe. Dieses Gefühl hat sich mit der Zeit verbessert, ist jedoch nicht verschwunden. Je nach dem, auf welcher Seite meines Kopfes das pelzige Gefühl auftritt (sporadisch), sehe ich auf dem entsprechenden Auge ein wenig schwächer. Dieses Phänomen konnte mir bis dato kein Arzt erklären. Jedenfalls wurde ich daraufhin ins MRT geschickt (Schädel mit KM, HWS und BWS) - alles ohne Befund. Auch eine Lumbalpunktion ist Ende Februar erfolgt, sowie jegliche Nervenleitgeschwindigkeitstests und ein VEP. Alles ebenfalls ohne Befund. Daraufhin hieß es, es sei alles psychosomatisch. Jedoch haben sich meine Symptome seither verschlechtert. Ich habe zeitweise das Gefühl, als hätte ich Spinnweben auf dem Gesicht und an den Armen und Beinen. (Es hält nie durchgehend an, mal ist es da, mal nicht. Manchmal sind es paar Tage und manchmal nur paar Sekunden) Außerdem fühlt sich mein gesamter Körper manchmal so an, als hätte ich einen Muskelkater, ohne Sport getrieben zu haben. Des Weiteren fühlen sich meine Gelenke (beide Ellbogen und Knie) manchmal verkrampft an, stärker auf der rechten Seite. Ebenso kribbelt es manchmal nach dem Aufstehen beim ersten Auftreten unter meinen Füßen oder wenn ich meine Beine und Arme strecke in den Zehen bzw. Fingern. Ebenso verspüre ich manchmal am ganzen Körper verteilt ein Pieksen oder Brennen, welches jedoch nie lange anhält und zeitweise auch tagelang komplett ausbleibt. Seit Neustem verspüre ich nun auch ein haariges Gefühl auf der Zunge, welches ich bereits vor einigen Wochen hatte. Dieses Gefühl hatte dann nach ein paar Tagen nachgelassen. Ach ja, bevor ich es vergesse: Muskelzuckungen plagen mich leider auch, zudem zittern meine Gesichtsmuskeln sehr stark.
Wie man sieht, sind meine Symptome sehr ausgeprägt. Ich war bereits bei mehreren Ärzten und Neurologen - Es sei alles psychosomatischer Natur. Laut dem letzten Neurologen sei der Verlauf untypisch, ebenso die Symptome.
Meine Sorge ist nun folgende: Zum Zeitpunkt des MRTs hatte ich die meisten Symptome noch gar nicht. Deshalb befürchte ich, dass man erst jetzt eventuell etwas sehen könnte im MRT. Der Arzt meinte jedoch, dass bei der Menge meiner Symptome bereits im MRT Ende Januar etwas hätte zu sehen sein sollen oder jedenfalls im Liquor, welches Ende Februar entnommen wurde.
Meine Frage an Sie lautet nun, ob Sie ein aktuelles MRT empfehlen würden? Im Übrigen bin ich seit Kurzem aufgrund einer Angststörung in psychotherapeutischer Behandlung und nehme AD.
Mit freundlichen Grüßen und vielen Dank im Voraus,
Rosa
Deine Frage beantwortet
Hallo Rosa,
ich teile die Einschätzung ihres Arztes, der ein erneutes MRT nicht für erforderlich hält. Bereits die Vielzahl, Dynamik, Art und Verteilung ihrer Beschwerden lassen weitgehend ausschließen, das keine MS vorliegen kann.
MfG
Die Beiträge werden unverändert übernommen. Es erfolgt keine Prüfung oder Korrektur von Rechtschreibung, Grammatik oder darin getätigter Aussagen. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität dieser Beiträge übernimmt die Merck Healthcare Germany GmbH keine Verantwortung.