Doch nicht MS?
Guten Tag,
Alles fing an mit einer Fußheberschwäche im linken Fuß, die nicht von Rückenproblemen kommt. Diese bildete sich innerhalb weniger Tage zurück ist aber nie ganz verschwunden. Ein paar Tage später ist mir für ein paar Schritte das rechte Knie weg geknickt, dass hat sich wieder gefangen, was geblieben ist, ist ein spannendes Gefühl im rechten Bein, doch auch das legte sich mit ein bisschen Ruhe. Schleichend entwickelte sich danach ein Kribbeln in der rechten Hand und im rechten Bein. Auch hatte ich nach längerer Belastung wie langen Spaziergängen ein ganz komisches Gefühl in den Beinen, es spannte und fühlte sich an wie als würde ich einen Krampf bekommen, einen Krampf der Wade hatte ich nach zwei Tagen Arbeit und der hielt sich auch weitere 2 Tage.
Ich ging ins Krankenhaus und es wurden kleine Läsionen im Gehirn festgestellt, die aber schon kein KM mehr aufnahmen,ich bekam 5 Tage 1000ml Cortison und wurde entlassen, in den 2 Wochen nach dem Cortison verschlimmerten sich die Symptome, laufen viel mir schwer und meine Beine wurden wackelig. Mittlerweile habe ich nur noch Schmerzen in den Knien, gehe Treppen wackelig runter und verspüre ein Kribbeln im rechten Fuß im ruhe Phasen. Noch dazu habe ich Muskelzuckungen am ganzen Körper.
Die Liqour Analyse war negativ sowie keine Befunde der HWS und oberen BWS.
MS ist mittlerweile ja nicht mehr so wahrscheinlich, der Arzt sagt Parkinson passt gar nicht und weigert sich darauf zu prüfen. Was wäre Ihre Einschätzung?
Deine Frage beantwortet
Sehr geehrter Chris,
also mit Parkinson hat Ihr Fall ganz und gar nichts zu tun. Allerdings stellt sich die Frage, ob die beschriebenen Läsionen typisch für eine MS sind oder nicht. Der Liquor muss bei einer MS nicht oligoklonale Banden zeigen. Bei einer chronisch entzündlichen Erkrankung, wie der MS, sollte die o.g. Behandlung eigentlich helfen und die Symptome lindern. Ihr Fall wirft demnach zahlreiche Fragen auf. Was war die Arbeitsdiagnose ? Ist nach den Kriterien eine MS gegeben oder nicht? Ein KIS kommt nicht in Frage, da Sie zu viele unterschiedliche klinische Ausfälle hatte, die anatomisch nicht durch einen Herd zu erklären sind. Wurde eine Behandlung eigeleitet? Wenn es keine MS ist, wie hat man dann die Läsionen erklärt ? Der Entlassungsbrief aus der Klinik wäre interessant.
Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrter Herr Dr. Schneider,
vielen Dank für die schnelle Antwort.
Ich bin leider auch nicht viel schlauer, es wurde keine Behandlung eingeleitet. Es wurde kaum mit mir gesprochen, als das ich weiß das ich mehrere kleine Läsionen im Hirn habe, sie wurden mir lediglich als Stecknadelgroß beschrieben. Weder hat ein Arzt mit mir mein MRT Bild besprochen, noch irgendein Gespräch geführt wie es jetzt weiter geht. Der Verdacht auf MS galt durch die Läsionen im Hirn als bestätigt.
Ich hab in 3 Monaten einen weiteren Termin zum MRT um Veränderungen zu besprechen ansonsten nichts. Sollte es MS sein, habe ich noch Hoffnung auf Besserung der Symptome? Oder spricht das eher für die PPMS Verlaufsform? Es ist die 3. Woche nach meiner Entlassung.
mit freundlichen Grüßen
Christian Stang
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Sehr geehrter Chris,
es ist sehr schade, dass keiner mit Ihnen gesprochen hat. Die Kontrolle ist gut, um eine mögliche Krankheitsaktivität erkennen zu können. Es bleibt allerdings nichts andere übrig, als entweder nochmal das Gespräch zu suchen, oder den Kontrolltermin abzuwarten. Eine PPMS kommt nicht in Frage, da Sie akut auftretende Symptome hatten. Bei einer PPMS entwickeln sich die Symptome über einen Zeitraum als mehr als 1 Jahr. Es hilft jetzt auch überhaupt nicht weiter, sich die Frage zu stellen, ob und wie sich das Ganze entwickelt. Sie wissen ja augenblicklich noch nicht einmal, was und ob überhaupt für eine Erkrankung besteht.
Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrter Herr Dr. Schneider,
danke für die erneute Antwort.
Der Befund des Schädel MRTs lautet wie folgt:
"Keine Voruntersuchung zum Vergleich vorliegend. Mittelständiges Ventrikelsystem.
Unauffällige Diffusionswichtung. Mehrere Marklagerläsionen bilateral, vereinzelt auch
juxtakortikal nicht Balken assoziiert ohne Schrankenstörung. Regelrechte Markrindendifferenzierung. Altersentsprechende innere und äußere Liquorräume. Keine
abgrenzbare Raumforderung. Regelrechtes Flow-void der intrakraniellen arteriellen
Gefäße. Oberes Zervikalmark und mitabgebildete Orbita Region orientierend unauffällig.
Mitabgebildete NNH pneumatisiert und verschattungsfrei."
Würden Sie diese Läsionen als MS typisch bezeichnen? Oder können mir Ihre Einschätzung dazu sagen?
Deine Frage beantwortet
Sehr geehrter Chris,
der Radiologe, der selbst die Bilder in Augenschein nimmt, beurteilt normalerweise dies Bilder und gibt eine Orientierung, wie die Bilder zu interpretieren sind. Es ist nicht legitim, anhand einer Beschreibung ohne die Bilder zu sehen, eine Einordnung vorzunehmen. Man muss sich selbst ein Bild von der Verteilung, der Struktur, der Größe und Anordnung machen. Daher würde ich gern kein Urteil abgeben. Es würde Ihnen auch nicht wirklich weiter helfen, da man sich darauf ganz und gar nicht berufen könnte.
Mit freundlichen Grüßen
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