PatientIn „Sommer“ | 28. Juli 2022

Hallo, vor ein paar Tagen habe ich bemerkt, dass ich mit dem linken Auge dunkler sehe, als mit dem rechten Auge. Da der Augenarzt nichts finden konnte, meine Mutter aber MS hat, wurde ich zum Neurologen überwiesen. Zwar war die Grschwindigkeit links gegenüber rechts niedriger, die Werte waren aber im Normbereich (nicht im Grenzbereich, sondern lt. Neurologe als absolut unauffällig zu bewerten).

Ein paar Tage nach dem Besuch beim Neurologen hat mein linkes Auge begonnen zu Schmerzen (Druckschmerz hinterm Auge). Dieser tritt insbesondere dann auf, wenn ich die Augen zupresse und gelegentlich auch, wenn ich die Augen bewege. Die Farben erscheinen mit dem linken Auge oftmals weniger leuchtend, als mit dem rechten Auge. Hin und wieder sind die Farben dann auch wieder gleich.
Der Unterschied fällt mir besonders oft auf, wenn die Sonne hell scheint, also viel Lichteinfall vorhanden ist.

Außerdem fühlt sich meine rechte Hand so an, als würde sie mir nicht mehr gehören. Ich kann sie zwar bewegen, aber ich muss mich darauf konzentrieren.

Vergangenen Winter hatte ich bereits dieselben Gefühlsstörungen der rechten Hand und des rechten Beins. Es wurde daher ein MRT des Kopfes und der Halswirbelsäule gemacht, welches absolut unauffällig war.

Könnte es sich trotzdem um eine MS handeln? Sollte ich den Funktionstest des Sehnervs wiederholen lassen?

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Deine Frage beantwortet

Carsten Sievers
Neurologe|29. Juli 2022

Hallo Sommer,

eine neurologische Untersuchung wäre leicht durchzuführen und ist aussagekräftig. Dies sollte die Basis für weitere Entscheidungen sein. Für eine MS spricht bisher fast nichts, die negativen MRT bei Halbseitenbeschwerden sprechen stark dagegen.

MfG

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