PatientIn „MaJuNiMa“ | 25. Dez. 2023

Hallo liebes Team,
bei mir wurde 2011 schubförmige MS diagnostiziert. Anfangs war die MS eher aktiv, bis 2014 hatte ich 14 neue Läsionen im Kopf. Von 2014 bis 2018 sah man im MRT nur eine neue Läsion. Seit dem hat sich nichts mehr geändert (keine neuen Läsionen). Ich nehme seit Diagnose als Basistherapie Copaxone und mein Neurologe und ich sind hin und her gerissen, ob wir mit der Basistherapie aufhören sollen oder nicht. Mich würde bzgl. Beenden der Basistherapie eine weitere Meinung interessieren.

PS: falls das relevant wäre: ich hatte bisher nur einen Schub, eine Retrobulbärneuriris, im Jahr 2011, aufgrund derer MS diagnostiziert wurde. Dieser Schub ist wieder vollständig abgeklungen und ich hatte seit dem keinen weiteren Schub.

Liebe Grüße

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Deine Frage beantwortet

Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|26. Dez. 2023

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

14 neue Läsionen sind eher viel. Ihr Alter spielt bei der Beurteilung natürlich auch eine Rolle. Und wenn diese innerhalb kurzer Zeit aufgetreten waren, lag durchaus eine aktive Erkrankung vor. Jede einzelne Läsion ist in meinen Augen eine zu viel. Wir wissen, dass Patienten, die eine Behandlung durchführen, statistisch einen signifikant besseren Verlauf haben, als diejenigen die keine Therapie machen. Natürlich sind darunter auch Patienten, die möglicherweise eine inaktive Erkrankung haben und die Medikation keinen oder nur einen geringen Einfluss haben. Es gibt allerdings keinen Parameter, wie individuell eine Erkrankung verläuft. Da ein Schub zu einem schweren Defizit führen kann (z.B. einen Querschnitt, Sehstörung) würde ich an Ihrer Stelle bei guter Verträglichkeit und einer vermeintlich stabilen Erkrankung die Behandlung fortsetzen.

Mit freundlichen Grüßen

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