PatientIn „Miruschka“ | 27. Jan. 2022

Hallo liebes Ärzte Team,
Mir wurde im Mai 2021 die Diagnose V.A. Chronisch insoliertes Syndrom diagnostiziert. In dem MRT wurden juxtskortikal und periventrikukäre Läsionen rechts pariertal gesichert. Jetzt muss ich dazu sagen, das ich vor ca. 2 Jahren Schleiher sehen am
Rechte Auge hatte. Was allerdings nur für ca. Ein paar Stunden aktiv war. Ebenfalls hatte ich im Alter von 13 Jahren Doppel Bilder welche ich damals jedoch nicht kommunizierte, da es ebenfalls nur eine Stunde anhielt. Grund fürs MRT war ein Besuch in der Notaufnahme, als mein linker Arm von innen kalt ausstrahlte. Ein dumpfes Ziehen breitete sich aus und ich konnte es schwer beschreiben. Mir viel auf das Wochen vorher der Arm schleichend schwächer wurde. Einmal nach der Arbeit merkte ich ein Taubheitsgefühl an der linken unteren Gesichts Hälfte. Nach einer Stunde ca. Verschwand es. Nun meine Frage: Sind die Symptome MS spezifisch, da ein Schub wohl erst als solcher gilt, wenn ein Symptom länger als 24 Stunden anhält. Der Liquor war komplett unauffällig, sowie alle neurologischen Tests auch. Seit dieser Diagnose geht es mir nicht so gut, da ich eine Art Hypohondrie entwickelt habe, und ich jeden Muskel spüre. Leide auch oft unter Verspannungen im Rücken. Mir wurde schon eine Therapie angeboten, welche ich aber erstmal
Ablehnte. Wird ein CIS denn oft in eine MS Übergehen? Und sprechen die Symptome überhaupt dafür. Fühle mich kerngesund, bis auf die Verspannungen im
Rücken, arme und Beine. Das habe ich aber gut mit Sport und Krafttraining im Griff. Vielen Dank für Ihre Zeit

Profilbild des Experten

Deine Frage beantwortet

Carsten Sievers
Neurologe|27. Jan. 2022

Hallo Miruschka,

die Beschwerden des linken Arms können in ihrer zeitichen Entwicklung zu CIS und den MRT-Läsionen passen. Ein normaler Liquor spricht gegen CIS. Die anderen kurzdauernden Beschwerden passen nicht zu CIS, sie könnten z.B. bei Migräne auftreten, dabei kommen auch MRT-Läsionen vor.

CIS geht relativ oft in MS über.

V.a. CIS stellt m.E. keine abgesicherte Therapieindikation dar.

Aufgrund ihrer Schilderung bleiben für mich Fragezeichen.

MfG

Die Beiträge werden unverändert übernommen. Es erfolgt keine Prüfung oder Korrektur von Rechtschreibung, Grammatik oder darin getätigter Aussagen. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität dieser Beiträge übernimmt die Merck Healthcare Germany GmbH keine Verantwortung.