PatientIn „Bab“ | 04. Mai 2024

Guten Tag,

hab MS seit 2 Jahren, seit ca. 1 Jahr Dauertherapie der Klasse 3. Gerade einen (leichten) Schub. MRT mit Kontrastmittel hat gezeigt, dass das KM nicht ins Hirn übergeht. Das war auch beim letzten großen Schub vor der DMT so.Bei der Diagnosestellung waren keine OKBs bekannt. Wie passt das alles denn zusammen?
Vor allem, dass das KM im aktiven Schub nichts anzeigt?

Vielen Dank!

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Deine Frage beantwortet

Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|05. Mai 2024

Sehr geehrte Bab,

OKB´s müssen nicht zwangsweise vorliegen. Im Verlauf der Erkrankung kommt es allerdings zu über 98 % dazu, dass sie nachweisbar sind. Die KM-Aufnahme hängt davon ab, ob man früh genug nach einem Schub ein MRT macht und ob man natürlich die richtige Region untersucht, in der man anatomisch die Läsion den klinischen Ausfällen zuordnet. Das ist in einzelnen Fällen nicht immer einfach. Hat man beispielsweise eine sensible Störung im Bein oder eine Gangunsicherheit, so kann die Läsion im Bereich er gesamten Wirbelsäule oder aber auch im Gehirn liegen. Die KM-Gabe ist allerdings für uns bei der Verlaufsdiagnostik nicht von großer Bedeutung, wenn die Diagnose bereits gesichert ist. Der klinische Befund und die Veränderungen des MRT´s reichen aus, um daraus die nötigen Konsequenzen zu ziehen.

Mit freundlichen Grüßen

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