PatientIn „Lukas“ | 03. Dez. 2020

Guten Tag,

zu meiner Person, ich bin 19 Jahre jung, treibe normalerweise viel Sport (coronabedingt keine sportlichen Aktivitäten seit 4 Wochen, zudem ein Bürojob) und leide gelegentlich unter depressiven Verstimmungen (3 Monate Psychotherapie im Jahr 2018, danach besserte sich mein Zustand)

Zu meiner jetzigen Situation:
Ich leide seit ungefähr 3 Wochen an ständigen Zuckungen sowie Gefühlsstörungen. Angefangen hat es mit einem Gesichtsfeldausfall nach einer stressigen Woche mit folgenden Kopfschmerzen. Meine Hausärztin schob es auf den Stress (da ich psychisch sowieso schon labil bin). Um sicher zu gehen wurde ein MRT gemacht, ohne Befund. Dann ging es los, Zuckungen oberhalb des linken Auges (2 Tage lang) sowie Zuckungen am linken Fuß die sich bis in den Oberschenkel ziehen (zwischen 24-48 Stunden). Mein linker Oberschenkel fühlt sich schwächer und weniger leistungsfähig an als der rechte, zudem wirkt er versteift. Dazu kommen andauernde Stimmungsschwankungen und Depressive Schübe (liegt wohl eher an der Jahreszeit und an vielen Schicksalsschlägen die ich dieses Jahr schlucken musste). Mein rechter Arm wirkt ebenso weniger kraftvoll. Einen Termin beim Neurologen zu bekommen scheint so schwer zu sein wie im Lotto zu gewinnen... Vielleicht wichtig zu erwähnen sind neben meiner depressiven Stimmung noch eine Art Depersonalisierung/Derealisierung die ich immer wieder verspüre und mich verängstigt. Ich mache mir permanente Gedanken um meine Gesundheit, auch wenn mir meine Ärztin immer wieder sagt, es sei der Stress.

Ich wollte dieses einmal hier teilen um vielleicht eine Rückmeldung oder mögliche Ursachen zu erfahren.

Mit freundlichen Grüßen

Lukas

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Deine Frage beantwortet

Carsten Sievers
Neurologe|04. Dez. 2020

Hallo Lukas,

ihre Beschwerden sind wohl überwiegend oder ganz subjektiver Natur und nicht durch ärztlichen Befund objektiviert. Sie schildern verschiedene Symptome einer Depression und Angst, ihr primärer Ansprechpartner sollte der Psychiater sein, einen termin beim Neurologen bekommt man selbstverständlich, wenn auch nicht immer in der gewünschten Zeitspanne.

MfG

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