PatientIn „Bumblebee“ | 25. März 2022

Hallo, bei mir, 41 Jahre, wurde 2017 ein MRT der HWS gemacht. Hatte keine Beschwerden. Nur Kribbeln im Zeigefinger li. Hand. Zufallsbefund Herd in im Nacken re . Daraufhin Kopf MRT. Auch viele weiße Flecken. Jedoch keiner entzündlich. Dann habe ich mich mit Google verrückt gemacht. Habe plötzlich pelzige Fußsohlen bekommen, Vibrationsgefühle im ganzen Körper. Aus Angst und zum Ausschluss der Krankheit. Lumbalpunktion im KH machen lassen. Nervenwasser vollkommen klar. Arztbericht negativ. Keine MS. Habe dann vom Psychotherapeuten Opipramol bekommen damit ihr zur Ruhe komme. Alle körperlichen Symptome waren zurück gegangen. Jetzt nach 5 Jahren, haben sich plötzlich wieder Symptome gebildet. Pelzigkeit Füsse wieder da, Taubheitsgefühl im linken Knie/Unterschenkel. Alles nur bei Belastung/Bewegung spürbar. Dazu gekommen sind Pelzigkeitsgefühl/ Spannungsgefühl in beiden Händen. Tastsinn gestört. Nervleitgeschwindigkeit ist laut Neurologe ok. Karpaltunnel oder Tennisarm konnte ausgeschlossen werden. Opipramol habe ich Mitte Okt. 2021 nach 4 Jahren nur noch abends 25mg genommen. Wollte es ausschleichen. Beschwerden bestehen nun seit 6 Monaten. Alles fing nach der Trennung meines Freundes an, welcher auch mein Physiotherapeut war. Zudem wurde ich in 100% Kurzarbeit geschickt. Mein Hausarzt sagt es sei Psychosomatisch. Da ich aber in den Händen nur bei Berührung/Kontakt/Belastung die Pelzigkeit spüre kann es doch nicht psychosomatisch sein? Physiotherapie bekomme ich wegen HWS. Jetzt bekomme ich aber Panik. Da der eine Neurologe sagt er sieht keinen akuten Bedarf nochmal ein Kopf MRT zu machen, habe ich mir eine 2. Meinung eingeholt. Diese Neurologin sagte bei der Ubtersuchung alles sei unauffällig. Jedoch hat sie im Diagnosebrief geschrieben das ein MRT des Schädels und der HWS und der BWS gemacht werden sollte, wegen evtl. Entzündung ZNS. Ich muss dazu sagen, ich habe ihr nicht verraten das vor 5 Jahren MS ausgeschlossen wurde. Ich bin es leid das jeder immer nur auf MS untersucht. Wie ist Ihre Meinung dazu. Das schlimmste für mich ist wieder alles durchzumachen, da ich auch unter Klaustrophobie im MRT leide. Wenn es vor allem wirklich psychosomatisch ist, dann habe ich Angst das die Untersuchungen alles verschlimmern. Inzwischen bin ich nach 12 Jahren wegen Corona entlassen worden. Ist das alles Stress? Oder muss ich wieder ins MRT? Hoffe auf Antwort. VG

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Carsten Sievers
Neurologe|26. März 2022

Hallo Bumblebee,

wenn die neurologische Untersuchung insbesondere nach einen vor 5 Jahren MS-negativem Befund unaufällig war, ist die Empfehlung der Neurologin für umfangreiche MRT-Untersuchungen medizinisch fragwürdig und kann nur als Absicherung des Normalbefundes verstanden werden. Allerdings wäre eine Verlaufuntersuchung der früher festgestellten Läsionen grundsätzlich sinnvoll. Dieser Befund sollte - unabhängig von einer nicht vorhandenen MS - beobachtet und mit einer Diagnose erklärt werden. Ihre Beschwerden sind bei den geschilderten Umständen mit einer psychosomatischen Ursache gut vereinbar.

MfG

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