PatientIn „Wolferl“ | 05. Aug. 2022

Hallo zusammen
Vor knapp 6 Monaten hat alles angefangen.
In der Nacht bin ich mit einem starken Wadenkrampf aufgewacht.
Ab da haben war zuerst die linke und dann die rechte Wade sehr unangenehm und verhärtet.
Dann kamen Muskelzuckungen am ganzen Körper dazu, hauptsächlich an den unter- und Oberschenkeln.
Nach einiger Zeit haben auch die Handgelenke zum schmerzen angefangen, manchmal meinte ich das ich auch etwas ungelenk bin.
Dann kam gefühlt Speichelfluss dazu und jetzt meine ich das ich schlecht schlucken kann, Zunge fühlt sich unangenehm an.
Habe auch immer wieder kurze krampfanfälle in den Waden beim reduzierten Sport, ansonsten aber nicht.
War jetzt nochmals beim Neurologen zur Verlaufskontrolle nach 3 Monaten.
Beim ersten Mal war bis auf das EMG linke Wade alles unauffällig, das wurde aber auch einen frischen Bandscheibenvorfall vermutet.
Jetzt wurde beim rechten Quadriceps ein auffälliges EMG festgestellt was letztes Mal nicht war. Alles anderen Messungen waren unauffällig.
Befund ist wie folgt:
Bei allen Insertionen Nachweis pathologischer Spontanaktität, recht hohe Amplituden, Interferenzmuster dicht.
Überweisung an FBI zur Abklärung einer Myopathie.
Dies wird wenn ich nicht abgelehnt werde ca 4 Monate dauern.
Aufgrund des Befundes und der Symptome habe ich große Angst das ich ALS habe.
Spricht der Befund für ALS oder schließt es das aus?
Kann ein auffälliges EMG auch durch keine Krankheit erfolgen z.b. psychosomatisch?
Danke und viele Grüße

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Deine Frage beantwortet

Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|06. Aug. 2022

Sehr geehrte/r Fr./Hr. Wolferl,

das Forum ist für Fragen rund um die ms vorgesehen. Ihre Symptome sprechen nicht für eine ms. Eine ALS ist eine generalisierte Erkrankung, so dass nur ein pathologisches EMG am Oberschenkel nicht für die Diagnose spricht. Die übrigen Fragen zu Differentialdiagnosen muss Ihnen Ihr Arzt mitteilen.

Mit freundlichen Grüßen

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