PatientIn „Johann“ | 31. Juli 2021

Hallo,

Ich hatte aufgrund diverser Symptome, die mittlerweile alle verschwunden sind 3 MRT hinter mir.

2015 mrt Gehirn
2020 mrt Gehirn
2021 mrt hws
Alle ohne Kontrastmittel.

Bei allen Mrt wurden keine Befunde festgestellt. Also keine Läsionen Änderungen in der Masse usw...

Kann somit eine ms ausgeschlossen werden?

Symptome während der "Schub Phasen" waren u.a.

Kribbeln Arme,selten Taubheit
Schwäche an Armen und Beinen. Konnte einmal einen einige Stunden kaum laufen.
Koordination nicht 100 %ig
Depressionen
Schwindel..

Im Tagesverlauf zum Abend hin meist schwächer.

Zuvor gab es meistens vorher starke Stressphasen.

Also, kann hier eine ms tatsächlich ausgeschlossen werden?

Mfg

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Deine Frage beantwortet

Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|01. Aug. 2021

Sehr geehrter Johann,

in Ihren Schilderungen liegt schon die Antwort: jeder Mensch reagiert anders auf eine Stressbelastung. Der eine bekommt Herzrasen, ein anderer Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Missempfindungen, Schwindel, lumbale Schmerzen, allgemeine Schwäche, .... diese Liste könnte man sehr lange fortsetzen. Wir nennen das dann somatoforme Störungen = körperbezogene Störungen aufgrund von seelischen Konflikten (meist im Rahmen von depressiven Episoden). Hier bedarf es einer genauen Ursachenforschung und Hilfestellung, diese Stressbelastungen und depressiven Symptome zu behandeln. MS-Schübe hinterlassen Narben, die wir auch noch nach Jahren im MRT auch ohne KM sehen können. Bei Ihnen wurden keine Herde gesehen, so dass demnach eine MS nicht wahrscheinlich ist, zumal auch ein längerer Zeitraum zwischen den MRTs liegt.

Mit freundlichen Grüßen

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