PatientIn „Jana“ | 01. Juni 2022

Sehr geehrte Experten,

Ich habe gleich 2 Fragen:

Zum einen, wie würden Sie meinen MS-Verlauf einschätzen?
- MS seit 2010; Therapie: Rebif, Tecfidera, Lemtrada und seit April Ocrevus; Symptome: Gleichgewichtsstörungen, Sensibilitätsstörung auf der gesamten rechten Seite, verminderte Wahrnehmung auf der rechten Seite (Hand und Fuß), Schwäche beim Gehen, Gehen nur langsam möglich auf 500m beschränkt, für weite Strecken nutze ich den Rollstuhl...

Zum anderen habe ich seit ein paar Wochen immer mal wieder das Gefühl als würde mir jemand den "Stecker aus den Beinen" ziehen. Ich habe das Gefühl, dass meine Beine dann urplötzlich keine Kraft mehr haben und mich nicht mehr tragen und Sonnenschein habe ich Angst zu stürzen. Was kann das sein?

Vielen Dank.

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Deine Frage beantwortet

Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|03. Juni 2022

Sehr geehrte Jana,

nun, nach Ihrer Schilderung gehe ich davon aus, dass Sie im Rahmen Ihrer Erkrankung eine spinale Beteiligung haben (MS-Herde im Rückenmark). Diese führen nicht selten zu einer schweren Instabilität beim Gehen. Zudem könnte eine muskuläre Spastik vorliegen, die beim Gehen zu einer vorzeitigen Erschöpfung führt. Dies kann auch plötzlich kommen. Lassen Sie sich nochmals untersuchen und schildern Sie die Symptome ihrem/r Neurologen/in. Die Ursache sollte gefunden und behandelt werden können. Ggf. Kann auch eine erneute Kortisonbehandlung helfen.  So lange es möglich ist, sollte man die Rollstuhlpflichtigkeit vermeiden/ verhindern können.

Mit freundlichen Grüßen 

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