PatientIn „Sunny“ | 18. Juni 2023

Hallo,

habe lt. Neuro eine Spastik im Bein, äußert sich so, es spannt sich kurz an und enspannt dann wieder. Habe ich oft,wenn ich sitze, in der Nacht wache ich oft davon auf, es kann bis zu 1-2 Stunden dauern, bis sich das ganze wieder beruhigt hat. Der Neurologe hilft mir nicht und sagt, da müsse ich durch. Wirklich? Kann man da wirklich nichts tun?

Sitze wegen der MS im Rollstuhl, gibt es MS'ler die es geschafft haben, da wieder rauszukommen? Der Neurologe macht mir keine Hoffnung und sagt, dass ich nie wieder gehen könnte. Ich kann das nicht annehmen und will aus dem Rollstuhl. Haben Sie Tipps wie man es evtl. schaffen kann?

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Deine Frage beantwortet

Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|19. Juni 2023

Sehr geehrte Sunny,

um Ihre Frage zu beantworten, müsste man natürlich den Befund der MRT-Bilder des Rückenmarkes einsehen bzw. selbst in Augenschein nehmen können. Eine muskuläre Spastik kann medikamentös behandelt werden. Hierfür gibt es mittlerweile einige Präparate auf den Markt, die auch bei der MS zugelassen sind. Handelt es sich um eine sehr umschriebene muskuläre Spastik (z.B. nur die Flexoren der Oberschenkel), so kann auch eine gezielte Behandlung mit Botulinumtoxinen helfen. Natürlich wäre optional auch die Implantation einer Baclofen-Pumpe in Erwägung zu ziehen. Wie Sie sehen gibt es durchaus eine Vielzahl von Möglichkeiten. Ob und wie Sie allerdings wieder aus dem Rollstuhl kommen können, kann ich ohne Kenntnis der Befunde nicht beurteilen.

Mit freundlichen Grüßen

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