PatientIn „Georg“ | 25. Aug. 2020

Guten Tag,
Ich habe eine Frage zu Spastik.
Seit 10 Jahren habe ich die Diagnose.
In den letzten 2 Monaten ist mir aufgefallen, dass die Muskeln in Bein und Arm erst leicht zucken, dann zieht es sich zusammen, Muskel spannen an und es erfolgt eine unkontrollierte Bewegung ( Bein zieht an und der Arm dreht weg), beides ist nicht gleichzeitig. Früher war das mal der Fall, jetzt bin ich jeden Tag über mehrere Stunden und nachts damit beschäftigt. Es macht mich ehrlich gesagt irre und es ist anstrengend. Dadurch habe ich das Gefühl dauerhaft im Muskelkater zu stecken.
Ist das jetzt Spastik?
Und warum ist es kurzzeitig erleichternd, wenn die Bewegung erfolgt ist?

Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen.

Georg

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Deine Frage beantwortet

Carsten Sievers
Neurologe|25. Aug. 2020

Hallo Georg,

das klingt nach einer Spastik. Sie ist mit antispastischen Medikamenten in der Regel gut behandelbar. Das Bewegung lindert ist bekannt, ein gutes wissenschaftliches Erklärungsmodell hierfür existiert nicht. Wahrscheinlich liegt das an der Stimulierung zentraler hemmender und aktivierender Schaltkreise durch die Bewegung. In jedem Fall ergibt sich daraus ein Behandlungsansatz durch Physiotherapie. Eine zunehmende Spastik zeigt auch einen aktiven Krankheitsprozess an, was Anlass zur Diskussion der MS-Dauertherapie geben sollte.

MfG

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