Oligoklonale Banden & IGG - Synthese
Hallo liebes Expertenteam,
bei mir wurde aufgrund sich ausbreitender Taubheit des linken Gesichts Liquor untersucht (Zellzahl 12) und es wurde sowohl eine IGG-Synthese also auch oligoklonale Banden des Typs 2 nachgewiesen.
Keine Viren oder Bakterien nachweisbar.
MRT Rücken: unauffällig
MRT Kopf: eine unspezifische Signalanhebung.
Keine Schrankenstörung.
SEP, MEP, VEP keine Auffälligkeiten.
CRP Wert im Blut ebenfalls auf 10 erhöht.
Diagnose: CIS
Ich habe keinen akuten Entzündungsherd, woher kommen dann die Werte aus dem Nervenwasser?
Alle möglichen Differentialdiagnosen wurden ausgeschlossen.
Muss es jetzt MS sein oder könnte dies trotzdem noch etwas anderes sein?
Meine Symptome schwanken täglich. Mal ist die Taubheit da, mal komplett weg - was ja eher untypisch ist.
Des weiteren habe ich Wassereinlagerungen in meiner linken Körperhälfte bemerkt, ebenfalls habe ich Husten und ein allgemeines Krankheitsgefühl seit ca. 8 Wochen.
Deine Frage beantwortet
Hallo Kasia,
oB Typ 2 bedeutet, das eine Immunreaktion ausschließlich im Nervenwasser nachgewiesen wurde. Der Ausschluss einer anderen erklärenden Krankheit bedeutet, das MS bzw. CIS als statisisch wahrscheinlichste Option übrig bleibt. Für die CIS-Diagnose wurden die sensblen Symptome im Gesicht als Schub interpretiert, evtl. die unspezifische MRT-Läsion als möglicher MS-Herd. Die CRP-Erhöhung ist gering und hat für die CIS-Diagnose keine Bedeutung, in der Regel wird man den Wert im zeitlichen Abstand kontrollieren, ebenso das MRT. Zusammenfassend bestehen bei der CIS-Diagnose Unsicherheiten, ihre Angaben lassen aber keine bestimmte andere Vermutung zu.
MfG
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