PatientIn „Belefant“ | 19. Okt. 2022

Sehr geehrte Damen und Herren,

nachdem ich (37, männlich) ein leichtes Zittern in meinem Handgelenk bemerkte, welches vornehmlich bei einer Drehbewegung an einer bestimmten Stelle entsteht, begann ich leider die Symptome zu googlen.
Zittern wurde sofort mit MS in Verbindung gebracht, und sogar ALS.
Die in Verbindung mit ALS oft erwähnten Faszikulationen ereilten mich etwa 2-3 Tage nach meiner Recherche.
Es zuckt vereinzelt in der Schulter, dann in der Brust, im Rücken, in den Oberschenkeln, dem Po, den Waden. Einzig in den Fußsohlen scheint es dauerhaft, aber kaum spürbar vorhanden zu sein.

Ein Besuch beim Neurologen (Blutwerte völlig normal, Reflexe völlig normal, Kraft völlig normal) erbrachte das Ergebnis, dass die Auffälligkeit am Handgelenk medizinisch keine Bedeutung hat und er die weiteren Symptome psychischer Natur wertet. Mit der Empfehlung einer Psychotherapie entließ er mich (Ich neige stark dazu in mich hineinzuhören und schlimmeres zu vermuten).

Ein Gespräch beim Psychiater ging ebenfalls in Richtung Hypochondrie. Die erwähnten Zuckungen fanden keine weitere Beachtung.

Die Faszikulationen bestehen allerdings immer noch (nun seit zwei Wochen), zwar nur vereinzelt an Armen und Körper, aber immer noch dauerhaft an den Fußsohlen und stellenweise auch im Gesicht.

Sollte ich weitere Untersuchungen bemühen oder lassen die beschriebenen Zuckungen in ihrem Erscheinungsbild nicht auf MS oder sogar ALS vermuten?

Danke vorab und freundliche Grüße!

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Deine Frage beantwortet

Carsten Sievers
Neurologe|20. Okt. 2022

Hallo Belefant,

ihre Beschwerden lassen nicht auf MS oder ALS schließen.

MfG

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