MS-Schwerpunktzentrum
Hallo,
ich leide seit über einem Jahr an Schüben, jedoch konnte ein MRT keine korrelierenden Läsionen aufweisen. Auch eine LP war ohne Befund.
Also alle Schübe zähle ich jetzt nicht auf, was aber objektiv nachweisbar ist, bzw war, ist eine abgelaufene RBN (P100 bei 125) die ich auch zur akuten Zeit gespürt hatte, das war im Januar 2022.
Dann hatte ich Paresen in der rechten Hand, wo dann auch beim Medianus SEP der Kanal C3`/FPZ deutlich verspätet war. Werte müsste ich nachschauen (März 2022). Tibialis-SEP selbe Seite war auch verlängert. Dauer ca 2 Monate.
Das war einer der schlimmsten "Schübe". Ich weiß nicht, ob ich es so nennen darf. Es fing klein an und wurde so schlimm, dass ich dachte ich werde Frührentner. Kurz danach verebbte es wieder. Ein Kribbeln ist geblieben.
Oktober 2022 kamen ganz schleichend Nervenschmerzen in Fingerspitzen und Zehen. Breiteten sich sehr stark schmerzend aus. Ich sprang als vor Schmerzen. Sie breiteten sich aus bis in die Knie und Ellbogen bis kaum aus haltbar und verebbten dann wieder, Dauer ca. 4 bis 6 Wochen. Leider sind sie nicht ganz weg gegangen....
Mein Problem ist, dass ich keine Diagnose habe.
Ich habe einen Neurologen, er hat mir ein Medikament verschrieben gegen die Nervenschmerzen. Aber das bekämpft ja nicht die Ursache. Sein Plan ist es, Verlaufskontrollen zu machen.
Zurzeit sind alle SEPs wieder normal bei mir. NLGs vom PNP-Programm sind auch normal, bei Beinen und Armen.
AEPs sind auch normal. VEP P100 bei 125.
Was akut stört, sind die Nervenschmerzen und das kribbelige Gefühl in den Händen. Wenn ich gestresst bin, nimmt das Problem mit den Händen zu. Was auch schlimm ist, vor, nach und während "Schüben" leide ich unter Dranginkontinenz.
Meinen Sie, ich könnte in eine MS-Schwerpunktambulanz? Haben die mehr Möglichkeiten?
Wird man mich dort überhaupt ernst nehmen? Verstehen Sie mich nicht falsch, ich wünsche mir keine MS!! Aber woher kommen diese Nervenschmerzen? LP war sauber, Diabetes wurde ausgeschlossen, MRT mit KM ohne Befund. das war alles im Juli 2022.
Es ist auch noch viel mehr, was ich nicht alles aufzählen mag.
Es kann doch auch keine PNP sein!?
Ich bin 35, alleinerziehend mit 2 Kindern... Man muss mir doch irgendwie helfen können. Wenn eine MS in mir schlummert, brauch ich doch Medikamente??
Liebe Grüße
Deine Frage beantwortet
Sehr geehrte Anna,
waren die VEP bds. bei 125 ms oder nur auf einer Seite. Hier wäre der Seitenvergleich interessant. Schmerzen sind in der Regel kein MS-Symptom, es sei denn, sie treten gürtelförmig oder im Gesicht auf. War das MRT nur vom Schädel oder auch der HWS und BWS gemacht worden ? Lagen überhaupt Sehstörungen vor ? Allein ein Messwert von 125 ms würde ich nur im Zusammenhang einer klinischen Symptomatik werten. Verlaufsuntersuchungen würde ich genauso vorschlagen. Eine rheumatologische Abklärung ebenfalls. Ein MRT der HWS sollte unbedingt erfolgen, nicht dass vielleicht auch eine radikuläre Ursache besteht. Eine Zweitmeinung kann man sich natürlich auch einholen, aber eine MS erscheint erst einmal bei unauffälligen MRT und LP unwahrscheinlich. Manchmal klären sich allerdings die Befunde erst im Verlauf. Eine Stressabhängigkeit deutet natürlich auch auf eine psychische Beteiligung hin. Nicht einfach Ihr Fall.
Mit freundlichen Grüßen
Die Beiträge werden unverändert übernommen. Es erfolgt keine Prüfung oder Korrektur von Rechtschreibung, Grammatik oder darin getätigter Aussagen. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität dieser Beiträge übernimmt die Merck Healthcare Germany GmbH keine Verantwortung.