PatientIn „Angelina“ | 18. Jan. 2021

Guten Tag,
Bei mir wurde im September 2020 eine Uveitis Intermedia beidseitig diagnostiziert. Daraufhin wurden verschiedene Untersuchungen durchgeführt, unter anderem auch ein MRT der HWS und 2 MRT‘s am Schädel einmal mit Kontrastmittel. In dem MRT ohne Kontrastmittel wurde schließlich eine abgeklungene Entzündung festgestellt, mein damaliger Arzt sagt dass somit MS ausgeschlossen werden kann. Da die Uveitis bis heute nicht besser wird bin ich mittlerweile Patientin im Uniklinikum Marburg dort wurde mir nun doch wieder mitgeteilt dass sie MS immer noch in Betracht ziehen und ich ein erneutes Schädel MRT durchführen lassen soll. Meine Frage: Könnte in diesem Fall wirklich MS vorliegen?

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Deine Frage beantwortet

Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|18. Jan. 2021

Sehr geehrte Angelina,

der Zusammenhang eines abgelaufenen Herdes im MRT und der Ausschluss einer MS ist mir nicht klar. Vermutlich haben Sie da etwas falsch verstanden oder der damalige Arzt hat sich unglücklich ausgedrückt. Irgend eine Ursache muss dem Herd ja zugrunde liegen. Es kommen viele Dinge in Betracht, auch eine MS. Eine Kontrolle des MRT nach einem bestimmten Zeitraum ist demnach nur folgerichtig. Ergänzende Untersuchungen sollten folgen (Liquor, VEP, SEP, MEP, AEP) und natürlich eine differentialdiagnostische Abklärung nach anderen Ursachen.

Mit freundlichen Grüßen

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