PatientIn „Sonja“ | 06. Nov. 2021

Guten Tag!

MS seit ca 26 Jahren, Basistherapie noch nie eine gemacht, bisher schubformige Verlaufsform.

Seit ich mich seit einigen Jahren in der Menopause befinde, habe ich keine Schubaktivität mehr. Auch findet keinerlei Verschlechterung der Beschwerden statt.

Es ist alles unverändert eben seit der Menopause.

Wie lässt sich dies erklären?

Danke fürs lesen

Profilbild des Experten

Deine Frage beantwortet

Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|06. Nov. 2021

Sehr geehrte Sonja,

je jünger die Patienten mit MS sind, desto mehr liegen entzündliche Abläufe in Form von Schüben bei der MS vor. Mit zunehmenden Alter wechseln die Entzündungen im Bereich des ZNS in eine Degeneration von Nervengewebe. Der Übergang ist fließend und oft nur über längere Zeiträume festzustellen. Die Prozesse laufen dann klinisch nicht oder deutlich weniger mehr in Form von Schüben auf, was wir dann eine sekundär progrediente MS (SPMS) nennen. Aber auch da gibt es natürlich individuelle Unterschiede von Ruhen der Erkrankung bis hin zu einer klin. Progression der MS. MRT-Veraufsuntersuchungen sollten erfolgen, um das Ausmaß der MS-Läsionen und mögliche KM-Aufnahmen dennoch abgrenzen zu können und eine Behandlung ableiten zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Die Beiträge werden unverändert übernommen. Es erfolgt keine Prüfung oder Korrektur von Rechtschreibung, Grammatik oder darin getätigter Aussagen. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität dieser Beiträge übernimmt die Merck Healthcare Germany GmbH keine Verantwortung.