PatientIn „Sabine“ | 10. Juli 2020

Bei mir (38J.) wurde vor 6 Wo. MS diagnostizierr. Es hat mit leichten Taubheitsgefühlen unterhalb der rechten Brust angefangen, 1 Woche später fühlte sich das rechte Bein taub an. Nach 3 Wochen sind die Beschwerden zurück gegangen. Aber im Mrt wurden mehrere Läsionen intrazerebral festegestellt. Nervenwasser ergab oligonale Banden und Leukos leicht erhöht. Habe 3 Tage Pulstherapie bekommen. Die Symptome sind zu 90% rückläufig.
Kann man jetzt schon von einen schubförmigem Verlauf sprechen? Die Ärzte meinten wahrscheinlich wird es bei mir gut verlaufen, aber kann man das jetzt schon so sagen oder könnte es auch eine fortschreitene MS ohne Schübe sein ?! Ich werde erst Mitte August medikamentös eingestellt. Reicht das aus? Es kribbelt jetzt mal hier mal da. Seit 2 Tagen kribbelt es gelegentlich nachts im linken Arm aber nur zeitweise. Ist das normal oder muss ich mir Sorgen machen ?

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Deine Frage beantwortet

Carsten Sievers
Neurologe|11. Juli 2020

Hallo Sabine,

was sie bescheiben war ein typischer Schub, also ist eine schubförmige MS anzunehmen, eine primär progrediente MS verläuft ohne Schübe.

Außschließlich sensible Symptome, ihr Alter und eine geringe Läsionszahl sind dabei günsige Faktoren für den zukünftigen Verlauf. Die aktuellen flüchigen Mißempfindungen sind keine typischen MS-Symptome, sondern wahrscheinlich als Folge der Verunsicherung der Psyche geschuldet und relativ häufig.

Glücklicherweise bestehen zahlreiche medikamentöse Therapiemöglichkeiten, die bei ihnen erwarten lassen können, das sie ein körperlich weitgehend beschwerdefreues Leben bis ins hohe Alter führen werden können. Dabei läßt sich fast immer ein Medikament finden, das verträglich ist.

MfG

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