PatientIn „Angi“ | 07. Jan. 2024

Hallo, ich habe folgende Frage ich habe MS und eine Small Fiber Polyneuropathie. Seit einem halben Jahr leide ich unter einschlafenden Händen links sowie rechts. Vorallem Nachts aber Tagsüber auch öfter wenn ich zu lange in der gleichen Position bin. Eine Kapaltunnelsyndrom wurde ausgeschlossen. Kann das mit der Ms zusammenhängen? Das ist einfach extrem belastend für mich :( Danke im Vorraus für eine Antwort. MfG

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Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|04. Feb. 2024

Sehr geehrte Angi,

eine MS tritt nicht nachts verstärkt auf. Wenn die Haltung eine Rolle bei dem Auftreten der sensiblen Störungen spielt, dann sollte der Bereich der HWS näher untersucht werden. Nicht selten kann durch die Lagerung des Kopfes im Schlaf eine im Alltag nicht symptomatische Enge der Neuroforamen oder des Spinalkanales der HWS dann Beschwerden machen. Liegt allerdings auch hier kein Befund vor und bestand früher einmal ein neurologisches Defizit in den Händen aufgrund der MS, dann muss man davon ausgehen, dass dies die Ursache ist. Es könnte sein, dass Sie am Tag eher abgelenkt sind und die sensiblen Defizite nicht ganz so wahrnehmen. Bestand denn einmal ein Herd im Bereich der HWS ?

Mit freundlichen Grüßen

PatientIn „Angi“ | 13. Jan. 2024

Ja, ich habe ein paar Herde in der HWS. Bei mir sind sie generell sehr wenig im Kopf und dafür in der HWS und BWS. Also wenn das richtig verstehe kann das das einschlafen in den Händen verursachen?

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Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|04. Feb. 2024

Sehr geehrte Angi,

nun diese Information ist natürlich wichtig zu wissen. Ja natürlich kann dann auch die sensible Störung von der HWS kommen. Es scheint allerdings eine lageabhängige Problem vorzuliegen, weshalb man sich die peripheren Nerven incl. der Nervenwurzeln an der HWS einmal genauer anschauen sollte. Auch eine NLG zum Ausschluss eines Karpaltunnelsyndroms wäre sinnvoll.

Mit freundlichen Grüßen

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